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Fahrsicherheitstraining, Hüpfburg und Überraschung – der Kreisfeuerwehrverband Jerichower Land e.V.

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 17.10.2021 / 07:02 Uhr von aw
„Einer für Alle – Alle für Einen“ ziert die Webseite des Kreisfeuerwehrverbands Jerichower Land e.V. Inwiefern dieser Spruch im Ehrenamt in die Tat umgesetzt wird hat uns die Vorsitzende Daniela Quenstedt berichtet.

Sie selbst ist schon lange in der Feuerwehr aktiv, hat in Burg vor langer Zeit angefangen und ist seit 2016 ehrenamtlich im Kreisfeuerwehrverband, kurz Kfvjl, tätig. Bei dem Kreisfeuerwehrverband handelt es sich eigentlich um einen Verein, welcher nach der Wende gegründet wurde und zur Zeit 9, bald 11 aktive Mitglieder zählt. Quenstedt: „Jede Ortswehr kümmert sich ja um sich selbst. 

Der Verein hat dabei immer ein offenes Ohr und kümmert sich dann um größere Belange der Feuerwehren. Wir unterstützen an allen Ecken und Enden.“ Beispielsweise organisiert der Kfv eine Jugendarbeit für die Feuerwehr, macht Werbung dafür und ist so u.a. für die Nachwuchsgewinnung mitverantwortlich. So hat nicht nur ein Kamerad aus dem JL gerade erst ein Spiel entwickelt, welches den Einstieg in die Jugendfeuerwehr erleichtern soll, die Verein sponsert auch die sogenannten Startersets. 

Quenstedt: „Als Verein haben wir noch einen anderen Hebel und können für größere Anschaffungen auch größere Sponsoren anfragen. So haben wir nicht nur das Spiel mitfinanziert, sondern auch schon Kochbücher für die Kinderfeuerwehr oder eben die Startersets.“ Worum es sich dabei handelt? Quenstedt: „Die Startersets sind bedruckte Zugbeutel, die mit einem Trinkbecher, Schlüsselband, Taschenlampe und Süßigkeiten gefüllt sind. So einen bekommt jedes Kind, welches neu dazu kommt als Willkommensgeschenk.“ Darüber hinaus berichtet die Vorsitzende noch, dass das Schlüsselband mit dem Spruch „Ein starkes Team“ bedruckt ist, welcher für den starken Zusammenhalt in der Feuerwehr steht. Neben dem Beutel ist auch das im Sommer stattfindende Zeltlage ein Highlight für die über 800 feuerwehrinteressierten Kinder und Jugendlichen. 

Quenstedt: „Bei der Jugendwehr steht natürlich der Feuerwehrdienst an erster Stelle. Es ist schon eine Ausbildung. Wir machen alles auf die jeweiligen Altersgruppen zugeschnitten. Die Schläuche und Atemschutzgeräte gibt es z.B. auch in Miniaturausführung, damit auch schon die Kleinsten mitmachen können. Bei den gemeinsamen Übungen oder eben auch den Atemschutzgeräten für Kinder und dem Zeltlager entsteht immer ein tolles Zugehörigkeitsgefühl, was wir innerhalb der Gemeinschaft der Feuerwehr auch etablieren wollen. Die Kinder sollen früh erfahren, dass wir alle zusammen halten!“ Dass beim Feuerwehrdienst alles mit Spaß und Spiel passiert steht außer Frage, so Quenstedt. 

Außerdem trägt der Kreisfeuerwehrverband Wettkämpfe für verschiedene Altersklassen, sogar für die aktiven Mitglieder, aus. 

Neben der Jugendarbeit engagiert sich der Verein auch explizit für die aktiven Feuerwehrmitglieder, die ebenfalls alle ehrenamtlich tätig sind. Quenstedt: „Seit zwei Jahren haben wir jetzt insgesamt acht Fahrsicherheitstrainings durchgeführt, wobei bereits 140 Maschinistinnen und Maschinisten geschult wurden. Dabei werden die Feuerwehrleute für die Fahrt im Einsatz weitergebildet.“ 

Neben der Gewinnung neuer Mitglieder will der Verband auch den aktiven und der Alters- und Ehrenabteilung danken. Neben dem Fahrsicherheitstraining und ohne Corona werden zweimal jährlich Themenabende zu verschiedenen Themen mit externen Dozierenden abgehalten. Es werden Jubiläen und Auszeichnungen finanziert und gefeiert. Es gibt ein Karnevals- und Weihnachtsfest, zu denen alle Mitglieder von jung bis alt geladen werden. Dazu sagt Quenstedt: „Wir tun, was wir können. Am Ende können wir kaum mehr machen als Danke sagen. Wir dürfen nicht vergessen, dass viele schon viele Jahre dabei sind – ehrenamtlich. Mit den Feiern und der Gemeinschaft wollen wir wenigstens ein bisschen zurück geben.“ 

Was der Verein bereits geschafft hat: eine Lagerfläche gefüllt mit nützlichen Anschaffungen, wie Bierzeltgarnituren, Feldbetten und sogar eine Hüpfburg. Für Übungs- und Ausbildungszwecke wurden sogar Wettkampfkoffer und ein Feuerlöschtrainer angeschafft. All dies können sich die Ortswehren ausleihen. 

Quenstedt: „Auch wenn die Chancen nicht allzu groß sind, dass viele der Jugendfeuerwehr später dabei bleiben. Eins schaffen wir: die Faszination Feuerwehr und eine erste Brandfallgrundausbildung.“ 

Als nächstes steht im Kalender des Kreisfeuerwehrverbunds JL die Verbandsversammlung, die Kundgebung der Veranstaltungen für das nächste Jahr und sogar ein Überraschungstag für die Kinder und Jugendlichen ist geplant. 

Quenstedt: „Alle, die jetzt gerne auch bei der Feuerwehr und in der Jugendabteilung dabei sein, ein Starterset abstauben und Teil unserer großartigen Gemeinschaft werden wollen – kommt vorbei oder schickt eure Kinder!“ 

Das Interview mit der Vorsitzenden Daniela Quenstedt zeigt nicht nur eine unfassbar engagierte Frau, die liebt was sie tut, es zeigt vor allem, was für eine überragende Arbeit die Feuerwehrleute leisten. Solltet ihr also mal die 112 rufen müssen – denkt daran, die Feuerwehrleute retten ehrenamtlich!

Bilder

Powerfrau Daniela Quenstedt.
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