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Schulbezirke bleiben in Genthin gleich - Genthin hat ab 2025/26 zu wenig Kinder für alle Schulen

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 09.10.2021 / 17:01 Uhr von rp
Die Schulbezirke bleiben wie sie sind, dies beschlossen die Räte der Stadt Genthin, in dem sie den Empfehlungen der Ortschaftsräte und der des Hauptausschusses folgten. Damit verweigern die Räte den Beschluss der Stadtverwaltung, der zur Regulierung der Schulklassen gedacht war und sicherten aber gleichzeitig mit dem Versagen des Beschlusses den Betrieb der Grundschule Diesterweg. Aber der Reihe nach: 

Aus einem Schreiben des Schulleiters der Grundschule Stadtmitte, Ingo Doßmann, ging hervor, dass er nur noch 1,5 Klassenzüge statt der geforderten 2 Klassenzüge in seiner Schule aktuell besetzen kann. Vielmehr bemerkte er in seinem Schreiben, dass die Grundschule Diesterweg momentan 1,5 statt des vorgegebenen 1 Klassenzuges aufzuweisen hat. 

Er schrieb: "In den letzten Jahren gab es aufgrund des demografischen Wandels eine Abweichung dieser Festlegung. Die Grundschule Diesterweg hatte einen Zügigkeitsrichtwert von 1,5 (geplant 1,0) und die GS Stadtmitte einen Richtwert von 1,5 (geplant 2,0). 

Mit der jetzt angestrebten Veränderung der Einzugsgebiete (Parchen komplett zu meiner Schule und Abgabe der Straßen Magdeburger Straße und Straße der Freundschaft) wird die Zweizügigkeit an meiner Schule abgesichert", so Ingo Doßmann.

Daraus machte die Stadtverwaltung Genthin im Zuge des Schulentwicklungsplans einen Beschluss zur Neuverteilung der Schulbezirke. Dieser Beschluss hätte neben Veränderungen der Straßenzüge in Schulbezirken auch dafür gesorgt, dass die Diesterwegschule ihren Einzugsbereich Parchen verloren hätte und die Neueinschulungen aus Parchen dann in die Grundschule Stadtmitte übergegangen wären. 

Doch die Grundschulleiterin der Diesterwegschule, Ute Kliem, äußerte in einem Schreiben an die Stadtverwaltung Bedenken im Bezug auf die Jahre 2026/27, sofern dort die Neueinschulungen aus Parchen fehlten, würde man 2025/26 lediglich auf 11 Neueinschulungen kommen und somit unter der nötigen Auslastung liegen. 

Dies entnahm die Schulleiterin der Einwohnerstatistik, die für das Schuljahr 2026/27 lediglich 4 Kinder aus Parchen aufzeigt. 
Sie schrieb " Es besteht an unserer Grundschule die berechtigte Sorge, dass wenn die Parchener Kinder erst einmal einem anderen Schulbezirk angegliedert werden und die sich abzeichnende Entwicklung der Schülerzahlen so weiter geht, wir ab Schuljahr 2026/27 und danach selbst nicht mehr genügend Kinder im verkleinerten Einzugsbereich hätten", so Ute Kliem. 

Einige Genthiner Räte hatten ebenfalls Bedenken geäußert, dass es bei einer Neuverteilung der Bezirke in einer Schule zu einem Schülermangel kommen könnte und wurden wohl durch die Schulleiterin Ute Kliem bestätigt. Denn sollte es zu einer Unterversorgung neuer Schüler in einer Schule kommen, könnte das nicht ohne Folgen bleiben. Die zugeteilten Lehrkräfte einer Schule hängen von einem Berechnungsschlüssel ab, der durch die Anzahl von Kindern bestimmt wird. Damit droht schlussendlich jeder der Schulen ein Stellenabbau von Lehrern und schlimmsten Falls eine Schulschließung.

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