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Magdeburger Traditionsfleischer DELIKATA hat Insolvenz angekündigt

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 19.04.2024 / 14:05 Uhr von rg/pm
Nach dem Insolvenzantrag der DELIKATA Magdeburger Fleisch- und Wurstwaren GmbH mit Sitz in Madgeburg hat das zuständige Amtsgericht den Sanierungsexperten Lucas Flöther als vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das hat ein Unternehmenssprecher bekanntgegeben. Demnach macht sich Flöther  derzeit mit seinem Team ein Bild der Lage und prüft die Sanierungsoptionen. 

„Der Geschäftsbetrieb bei DELIKATA geht im vorläufigen Insolvenzverfahren uneingeschränkt weiter“, betonte Flöther, Namenspartner der Kanzlei Flöther & Wissing. „Alle Kunden werden unverändert pünktlich und in gewohnter Qualität beliefert und bedient.“ In einer Mitarbeiterversammlung am vergangenen Sonntag hat der vorläufige Insolvenzverwalter gemeinsam mit der Geschäftsführung die rund 70 Beschäftigten über den Stand der Dinge und die weiteren Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter aller Arbeitnehmer sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert.

Flöther hat bereits erste Gespräche mit wichtigen Gläubigern des Unternehmens geführt. Insbesondere haben die Lieferanten signalisiert, weiter mit DELIKATA zusammenarbeiten zu wollen. Flöther wird nun in Abstimmung mit den Geschäftsführern Dirk Cuno und Kai Gründel die bestehenden Sanierungsmöglichkeiten prüfen. Welcher Weg erfolgversprechend ist, wird sich erst zu einem späteren Zeitpunkt zeigen.

Die DELIKATA Magdeburger Fleisch- und Wurstwaren GmbH produziert und vertreibt in der Region Magdeburg Fleisch- und Wurstwaren. Das Traditionsunternehmen betreibt acht eigene Filialen sowie einen Partyservice. Der Verwaltungs- und Produktionssitz von DELIKATA befindet sich in Sülzetal-Osterweddingen (Sachsen-Anhalt); Sitz der Gesellschaft ist Magdeburg. „DELIKATA verfügt über eine hochmoderne Produktionsstätte, ein etabliertes Filialnetz in der Region sowie eine qualifizierte Belegschaft“, ergänzte Flöther. „Das Unternehmen erfüllt somit wichtige Voraussetzungen für eine mögliche Sanierung.“

Wie auch viele andere produzierende Unternehmen steht DELIKATA derzeit wegen massiv gestiegener Rohstoff-, Energie- und Personalkosten unter Druck. Zudem leidet das Unternehmen unter dem veränderten Kaufverhalten der Verbraucher; der Fleischkonsum in Deutschland geht seit Jahren zurück. Das Insolvenzverfahren wurde am 11. April eröffnet.

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