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Zur geplanten Fusion der Sekundarschulen Brettin und Genthin

Politik
  • Erstellt: 08.02.2024 / 11:03 Uhr von mz/pm
Zur geplanten Fusion der Sekundarschulen Brettin und Genthin äußert sich Enno von Katte – stellvertretender Vorsitzender des CDU Stadtverbandes Genthin:

Eine Fusion würde unsere Region schwächen. Weil Lehrer künftig gezwungen wären, während ihrer Pausen zwischen den Standorten zu pendeln. Weil sie sich auf unterschiedliche Häuser einstellen müssen, weil sie weniger Zeit haben werden für ihre Schüler und weil es noch schwieriger wird, eine vernünftige Bindung zu Ihnen aufzubauen. Damit wird der Standort für junge und engagierte neue Lehrer weniger attraktiv.

Wo liegt der Vorteil einer Kooperation? Der Wettbewerb um das Bessere wird ausgeschaltet. Das am Ende des Tages der bestens renovierte Standort Brettin geopfert werden wird, ist meiner Meinung nach so sicher wie das Amen in der Kirche. Und dann sollen alle Sekundarschüler aus dem nördlichen Teil nicht mehr nach Brettin, sondern umständlich und weit, nach Genthin Süd(oder Parey) reisen?

Aus Sicht der Wirtschafts- und Standortpolitik betrachtet wird damit die Schulbildung an den Sekundarschulen unattraktiver. Dies wird das Angebot an vernünftig ausgebildeten Sekundarschülern, die für eine Ausbildung in den Betrieben der hiesigen Wirtschaft und der lokalen Verwaltung zur Verfügung stehen, weiter vermindern.

Die Sekundarschule Brettin ist eine familiäre Schule, gekennzeichnet durch ein großes Engagement der Lehrer und Eltern, aber auch der lokalen Unternehmer. Warum soll das alles gefährdet werden? Unter einer Fusion wird die Schulausbildung der jungen Leute leiden. Mit schöner Regelmäßigkeit liegt Deutschland in den PISA Studien auf schlechten Plätzen. Und was machen wir? Wir gefährden gut bewährte Schulstandorte! An der Bildung darf auf keinen Fall gespart werden! Unsere Kinder stehen vor sehr großen Herausforderungen, über KI wollen wir gar nicht sprechen.

Die jungen Leute besuchen dannandere Schulen, sehen sich dort nach Berufsangeboten um und gehen unserer Region verloren. Und damit genau die Menschen, die bestehende Häuser und Wohnungen kaufen, renovieren, oder neue bauen, die heiraten, Familien gründen, ihre Kinder in Kindertagesstätte und Schulen schicken, Produkte und Dienstleistungen unserer Region nachfragen. Und hier ihre Steuerbeiträge zahlen!

Daher ist einemittelfristigeAusnahmegenehmigung(bis 2028) für die Sekundarschule Brettin vonnöten. Sollte das Landesschulamt auf mindestens 240 Schülern bestehen, ist eben die entsprechende Verordnung zu ändern. Gegen den Willen der Bevölkerung soll sich weder die zuständige Ministerin noch ein Landesschulamt stellen. Hauptmerkmal bisheriger Politik ist zu oft, dass für kurzfristige Vorteile die langfristigen Erfolge geopfert werden. Dies müssen wir Bürger gemeinsam ändern, denn einer Politikverdrossenheit darf kein Vorschub geleistet werden.


Hinweis: politische Mitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wider. Unsere Leser sollen sich selbst ein Bild von den Äußerungen unserer Politiker machen, ohne Anmerkungen oder Veränderungen durch die Redaktion.
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