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Bürgermeisterwahl in Möckern: Das sind die drei Kandidaten- heute im Interview: Frank von Holly

Interview
  • Erstellt: 01.03.2022 / 15:00 Uhr von mz
In Möckern stellt sich der bisherige Bürgermeister Frank von Holly (CDU) erneut zur Wahl. Am 20. März ist Wahltag. Die Herausforderinnen sind Doreen Krüger (Wählergemeinschaft Flämig) und Scarlett Obenhaupt (SPD). Alle drei Kandidaten haben wir interviewt. Heute stellen wir euch die Antworten von Amtsinhaber Frank von Holly vor:  

Steckbrief:
Frank von Holly
58 Jahre
- Maurer, Dipl. Bauing. Hochbau
- Verheiratet, 2 Töchter
- Hobbys: Fläming, Wandern, Tiere, Menschen helfen

Meetingpoint JL: Warum stellen Sie sich als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung und was befähigt Sie als besten Kandidaten für die Einheitsgemeinde?
Frank von Holly: Mehr als 31 Jahre habe ich zahllose Wochenenden und Nächte in unsere Stadt investiert. Das hat Spaß gemacht, das hat mich geprägt. Heute ist viel schwere Arbeit erledigt. Unsere Infrastruktur ist überwiegend in Ordnung. Wir haben 11 Millionen Schulden abgebaut. Die Wirtschaft hat sich prächtig entwickelt. Investitionen und Steuern sprechen eine deutliche Sprache. Ich kann die Zukunft mit Erfahrung gestalten, das habe ich bewiesen. Das ist gut für unsere Heimat Möckern-Loburg-Fläming.
Meetingpoint JL: Welchen Hürden muss sich die Einheitsgemeinde Ihrer Meinung nach in der Zukunft stellen und wie wollen Sie diese meistern?
Frank von Holly: Demographischer Wandel ist ein Wort, das uns immer wieder begegnet. Die Zukunft trotzdem zu gestalten ist wichtig. Hierzu gehören moderne Schulen, attraktive Kitas und vielfältige Freizeitangebote. Unsere vollen Kitas zeigen bei fallenden Geburtenzahlen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auswärtige Familien entscheiden sich für eine Zukunft bei uns. Vor 10 Jahren waren solche Entwicklungen undenkbar. Also: weiter so ist wichtig!

Eine weitere Herausforderung ist die Stärkung des Solidargedankens. Unsere Feuerwehren können nur auf der Basis von Kameradschaft und Solidarität bestehen. Da helfen keine leeren Worte, sondern ordentliche Gerätehäuser und Ausstattung für alle. Keine „Premiumwehr“, sondern „Einer für Alle, Alle für Einen“.

Meetingpoint JL: Welche Maßnahmen würden Sie als Erstes in Ihrer Amtszeit umsetzen wollen?
Frank von Holly: Allen Wählern für ihr Vertrauen danken. Mit den Stadträten die Finanzsituation besprechen. Die gesenkte Kreisumlage schafft erstmals Spielräume. Vorstellbar sind: Absenkung der Elternbeiträge, größerer Bauhof und mehr Geld für Ordnung und Sicherheit. Dann haben alle etwas von unserem Geld. Natürlich weiterhin NOKERA, also die Ansiedlung in Stegelitz begleiten. Die Sanierung der Kita in Wörmlitz und die Ortsdurchfahrt Brietzke stehen auch auf dem Terminplan, weil Kinder und Straßen mir schon immer Herzensangelegenheiten sind. Und ich werde weiterhin träumen: Wir eröffnen das Waldbad Theeßen! Übrigens: Der Einkaufsmarkt in Theeßen war auch so ein Traum 😊.

Meetingpoint JL: Wie möchten Sie alle Ortschaften in Zukunft in die Entwicklung der Einheitsgemeinde einbeziehen?
Frank von Holly: Wie bisher alle gleichrangig entwickeln. Unsere Spielplätze sind ein gutes Beispiel. Ich staune, was wir gemeinsam in allen Orten geschafft haben. Was heute selbstverständlich ist, war damals undenkbar. Viele Gemeinden, sogar Loburg, hatten früher keinen Spielplatz. Bei den Dorfgemeinschaftszentren ist es ähnlich. Wo nichts ist, beginnen wir mit den Räten Ideen zu entwickeln. Das dauert manchmal lange, aber wir waren immer erfolgreich. Mein Grundsatz lautet hier: Einmal Ja, das heißt 27 mal Ja sagen! Das gilt auch für unsere Feuerwehren und Straßen.

Meetingpoint JL: In welchem Szenario ist für Sie eine höhere steuerliche Belastung von Bürgern und Unternehmen unumgänglich und ist dieses Szenario eventuell schon jetzt absehbar und warum?
Frank von Holly: Angesichts unserer Finanzsituation ist das z.Z. nicht zu erwarten. Die globalen Rahmenbedingungen müssten sich sehr stark verändern. Selbst dann werden unsere Einwohner von unseren Veränderungen weniger betroffen sein, als von anderen Einflüssen. Ein ausgeglichener Haushalt hat für mich Priorität, denn privat achten wir auch darauf.

Meetingpoint JL: Beschreiben Sie bitte kurz, was die Einheitsgemeinde für Sie wirtschaftlich und persönlich ausmacht und welchen Mehrwert alle Einwohner nach dem Ablauf Ihrer Amtszeit spüren könnten?
Frank von Holly: Möckern-Loburg-Fläming ist für mich einfach lebens- und liebenswert. Nach weiteren 7 Jahren werden die Einwohner noch vielfältigere Arbeitsmöglichkeiten, bessere Freizeitangebote und mehr Spaß am Leben in unserer Stadt haben. Es wird sich weiterhin lohnen, hier zu leben. Die starke Wirtschaft, also Unternehmen und Gewerbetreibende, sorgen für Arbeit und Einkommen. Auf dieser Grundlage können wir unser Leben gestalten. Privat wie öffentlich. Häuser, Schulen und Straßen sprechen eine deutliche Sprache. Ich bin immer dankbar mit den Einwohnern in unseren Orten ins Gespräch zu kommen, Neues zu erfahren und helfen zu können. Nach weiteren 7 Jahren werden sie sagen: Es hat sich gelohnt diesen Bürgermeister zu wählen!

Bilder

Der amtierende Bürgermeister Frank von Holly. Quelle: privat
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