Startseite  /  Events  /  Jobbörse  / 
Artikel einsenden  /  Impressum

Logo

Bis 2030 fehlen bundesweit mindestens 81.000 Lehrkräfte!

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 27.01.2022 / 10:02 Uhr von mz/pm
Torsten Wahl, Vorsitzender Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Sachsen-Anhalt teilt mit: In Deutschland existiert ein massiver Lehrkräftemangel. Eine vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) bei Prof. i. R. Dr. Klaus Klemm in Auftrag gegebene wissenschaftliche Untersuchung zeigt, wie sich Lehrkräftebedarf und tatsächliches Lehrkräfteangebot in Deutschland bis 2030 entwickeln werden.

Der Landesvorsitzende des VBE Sachsen-Anhalt Torsten Wahl kommentiert anlässlich der heutigen Veröffentlichung: „Der Lehrkräftemangel ist das derzeit größte Problem im Schulbereich nicht nur in Sachsen-Anhalt, sondern auch in Deutschland überhaupt. Es stellt eine massive Bedrohung für Bildungsqualität, -gerechtigkeit und die Zukunft unseres Landes dar. Die größten Herausforderungen, mit denen Schule aktuell konfrontiert ist und künftig konfrontiert sein wird, – Corona-Pandemie, Integration, Inklusion, Digitalisierung, Ganztagsbeschulung, – werden ohne Bereitstellung der erforderlichen personellen Ressourcen nicht zu lösen sein. 

Realität ist auch in unserem Bundesland: Lehrkräfte arbeiten schon seit langem und nochmals verstärkt durch die Pandemie an oder oberhalb ihrer Belastungsgrenze. Die notwendige individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen in der Regel nicht mehr leistbar.“ 

Vor dem Hintergrund der heute vom VBE Bundesverband veröffentlichten Expertise, fordert der VBE Sachsen-Anhalt die Politik auf, „unverzüglich offenzulegen, wie groß die Lücke zwischen Lehrkräftebedarf und Neuangebot an Lehrkräften bis 2030 in unserem Land wirklich ist und welche zusätzlichen personellen Ressourcen für Ganztag, Inklusion und die Unterstützung von Kindern in herausfordernden Lagen benötigt werden“. T. Wahl fordert abschließend: „In den nächsten 10 bis 15 Jahren wird etwa zwei Drittel der Lehrkräfte in den Ruhestand gehen. Wir erwarten deshalb, dass die Landesregierung umgehend Maßnahmen ergreift, um die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte im Land wesentlich zu verbessern. Außerdem erwarten wir eine langfristige Strategie, die darstellt, wie die zu erwartende personelle Unterdeckung beseitigen soll.“

Bilder

Dieser Artikel wurde bereits 465 mal aufgerufen.

Werbung

Kommentare

  •  
    Torsten B. schrieb um 13:31 Uhr am 27.01.2022:
    Liest man diese Fakten kann man nur noch wütend werden. Dies bedeutet, daß ein Kind was dieses Jahr eingeschult wird, viele schulische Probleme, durch Stundenausfall, nicht vergebene Noten, fehlendes Wissen haben wird. Und dies während der gesamten Schulzeit. Heißt es nicht immer die Zukunft sind unsere Kinder? Auch in Sachsen-Anhalt ist der Lehrermangel seit Jahren ein großes Problem. Verantwortlich dafür ist und war unser MP Haseloff, der schon unter Dorgelow (SPD) dem damaligen Bildungsminister, massiv gespart hat. Und nun rächt sich die falsche Haushaltskonsolidierung auf dem Rücken unserer Kinder. Das Schulsystem gehört endlich in Bundeshand, mit gleichen Standards, genügend Pädagogen, modernen Schulen und einheitlicher Bezahlung. Unser förder. System hat an dieser Stelle versagt.
    • K schrieb um 19:27 Uhr am 27.01.2022:
      Schulen sind keine Orte mehr wo ich ein Kind hingeben würde. Lehrer sind Erfüllungsgehilfen des Staates, mehr nicht. Das Trauerspiel sieht man täglich in den Schulen. Kinder stundenlang hinter Masken in kalten Räumen, täglich quälende Tests.
      Aber die lieben Eltern haben meist so richtig ein an der Klatsche, unterstützen das und befürworten das sogar, brav die Maske aufsetzen noch an der frischen Luft.

      Zum Thema zurück...Schule sollte ein Auslaufmodell sein. Bildung sollte in der Gemeinschaft stattfinden, in der Familie Bund es sollten wieder Werte vermittelt werden an Kinder. Selbstverantwortung, Kommunikation, Empathie. Alles Dinge die das staatliche Schulsystem abtrainiert.