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Tipps für die entspannte Igel-Zeit

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 15.10.2021 / 11:05 Uhr von mz/pm
Sie schmatzen nachts im Garten, haben süße, kleine Knopfaugen und einen possierlichen Gang: Igel. Ein Imageproblem haben die kleinen Stachelträger nicht! Jetzt im Herbst sind sie häufig in Gärten und Parks unterwegs, um sich ordentlichen Winterspeck anzufressen. Der NABU erklärt, wie ein igelfreundlicher Garten den Tieren helfen kann und was zu tun ist, wenn man einen Igel findet.

Igel sind dort zu Hause, wo sie ausreichend Nahrung finden, sich tagsüber verstecken und in einem wettergeschützten Nest den Winter verbringen können. Gärten und Parks sind für sie ein wichtiger Lebensraum. „Jetzt im Herbst können wir draußen häufig Igel beobachten. Sie sind unterwegs, um sich Winterspeck anzufressen. Auf ihrem Speiseplan stehen zahlreiche Insekten und Spinnen, Regenwürmer, Larven und Schnecken“, erklärt Grit Liebelt, Naturschutzreferentin beim NABU Sachsen-Anhalt. „Normalerweise werden die Tiere in der Dämmerung und nachts aktiv. Zurzeit kann es aber passieren, dass Jungtiere auch am Tag auf Futtersuche sind, um bis zum Winterschlaf ausreichend Gewicht zuzulegen.“ Bei anhaltenden Temperaturen um null Grad suchen Igel ab Oktober oder November ihre Winterquartiere auf. 

Wer Igeln helfen möchte, kann dies am besten mit einem naturnahen und vielfältigen Garten tun! In aufgeräumten Gärten und Landschaften finden die Tiere weder Futter noch Versteckmöglichkeiten. Grit Liebelt: „Ein Igelgarten ist giftfrei, bunt und abwechslungsreich. Heimische Bäume und Sträucher sowie Wildblumenwiesen sind ein Paradies für Insekten und Spinnen und damit ein reich gedeckter Tisch für den Igel.“ Ein ideales Quartier für den Igel ist ein Haufen aus totem Holz und Laub. 

Dort lässt dich die kalte Jahreszeit gut geschützt überstehen. Aber auch Hecken, Komposthaufen oder geschützte Ecken im Schuppen oder in der Scheune werden von Igeln gerne genutzt, um ein Nest anzulegen. Ein wirklich komfortabler Unterschlupf ist das Igelhaus, welches man recht einfach selbst bauen kann. Für die freie Bewegung der Igel ist es wichtig, dass Zäune und Gartentore problemlos passiert werden können. Dafür am besten zehn Zentimeter Platz über dem Boden lassen, sodass die Tiere von Garten zu Garten wandern können. 

Igel füttern – ist das sinnvoll? Die beste Hilfe für die Stachelträger ist ein naturnaher Garten mit Futterangeboten und Unterschlupfmöglichkeiten, dort finden die Tiere alles was sie brauchen. Gerade im Herbst werden aber auch Futterstellen gerne angenommen, da sie beim Anlegen von Winterspeck helfen können. „Wer Igel füttert sollte auf das richtige Angebot achten“, betont die Naturschutzreferentin.

„Ideal sind hochwertiges Feucht- und/oder Trockenfutter für Katzen mit einem hohen Fleischanteil. Auch gegartes, ungewürztes Rinderhackfleisch oder gestocktes Rührei, vermischt mit Haferflocken, können gefüttert werden. Auf rohes Fleisch, Küchenabfälle, Obst und Milch sollte in jeden Fall verzichtet werden!“ Neben dem Futter sollte auch immer frisches Wasser mit angeboten werden. Futter- und Wasserschalen müssen täglich gereinigt werden. 

Sind die Igel trotz Fütterung stark untergewichtig oder laufen nach Wintereinbruch geschwächt draußen herum, sollten sie Hilfe bekommen. Die richtigen Anlaufstellen in diesen Fällen sind Igelstationen, Wildtierauffangstationen und Tierärzte. Dort können auch kranke und verletzte Igel untergebracht werden.

Bilder

Quelle: NABU
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