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Ein Abschied mit Herz: Burger Fachoberschüler spenden für den guten Zweck

Sonstiges
  • Erstellt: 08.07.2026 / 15:05 Uhr von ub
Nach den harten staatlichen Prüfungen hielten die Absolventen der Berufsbildenden Schule „Conrad Tack“ in Burg am 1. Juli endlich ihre Zeugnisse der Fachhochschulreife in den Händen. Die feierliche Übergabe in der Aula war eine Premiere – doch für die größte Überraschung sorgten die Schüler selbst: Sie bedankten sich nicht nur bei ihren Lehrkräften, sondern spendeten den verbleibenden Erlös ihrer Klassenkasse an krebskranke Kinder.


Der 1. Juli markiert für die Zwölftklässler der Fachoberschule (FOS) an der BBS „Conrad Tack“ das erfolgreiche Ende einer intensiven Zeit. Nach den schriftlichen Prüfungen in vier Fächern und den anschließenden mündlichen Prüfungen war die Erleichterung groß. Auf Wunsch der Schülerschaft gab es in diesem Jahr eine feierliche Zeugnisübergabe – und das zum ersten Mal im festlichen Rahmen direkt in der Aula der Schule.

Doch die Absolventen wollten am Tag ihres Erfolges auch etwas zurückgeben. Bereits im Vorfeld hatten sie sich für ihre 15 Lehrerinnen und Lehrer eine besondere Überraschung überlegt. Die Finanzierung dafür sicherten sich die Schüler auf kreative Weise. Im Rahmen des Aktionstages „Herzgesundheit“ am 17. Juni boten sie auf dem Schulhof selbstgebackenen Kuchen an. Wer wollte, konnte etwas Geld spenden.

Große Hilfsbereitschaft übertrifft alle Erwartungen
„Der Erlös fließt in unsere Klassenkasse. Von dem Geld finanzieren wir unsere Abschlussveranstaltung und kaufen eine Kleinigkeit für unsere Lehrer, um uns bei ihnen zu bedanken“, erzählte Absolventin Leonie damals während der Verkaufsaktion.

Was sie und ihre Mitschüler zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnten, die Spendenbereitschaft auf dem Schulhof war so groß, dass am Ende wesentlich mehr Geld zusammenkam, als für den Abschluss und die Präsente benötigt wurde. Für die Jugendlichen stand schnell fest, dass das überschüssige Geld einem regionalen Zweck zugutekommen soll.
„Das restliche Geld, was sich in unserer Klassenkasse befand, immerhin 170 Euro, haben wir an die Stiftung Elternhaus krebskranker Kinder in Magdeburg gespendet“, so Leonie sichtlich stolz nach der Zeugnisübergabe.

Hintergrund: Das Sprungbrett zur Fachhochschulreife
Die Fachoberschule an den Berufsbildenden Schulen „Conrad Tack“ in Burg führt Jugendliche und junge Erwachsene zur allgemeinen Fachhochschulreife. Dieser Abschluss berechtigt zu einem Studium aller Fachrichtungen an deutschen Fachhochschulen.

Das Besondere an der FOS ist die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis, die über zwei verschiedene Wege erreicht werden kann:
• Die zweijährige Form: Schüler steigen nach dem Realschulabschluss in die 11. Klasse ein, wobei im ersten Jahr ein begleitendes Betriebspraktikum auf dem Plan steht.
• Die einjährige Form: Wer bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung besitzt, steigt direkt in der 12. Klasse ein, um das „Fachabi“ in kompakter Form zu absolvieren.

Die Ausbildung in Burg wird dabei in drei spezifischen Profilen angeboten, die optimal auf die spätere Karriere vorbereiten:
• Wirtschaft und Verwaltung (Schwerpunkte: BWL/VWL, Rechnungswesen)
• Gesundheit und Soziales (Schwerpunkte: Pädagogik, Psychologie, Soziologie)
• Technik (Schwerpunkt: Ingenieurtechnik)

Bilder

Foto: privat
Leonie und ihre Lehrerin Juliane Denning mit dem Abschiedsgeschenk. Foto: privat
Foto: privat
Foto: privat
Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne am 17. Juni am Stand der Fachoberstufe. Foto: ub
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