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Dorfkirche in Hohenseeden bewirbt sich für „Straße für Romanik“

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 05.07.2026 / 17:05 Uhr von ub/pm
In der letzten Woche trafen sich Landrat Dr. Steffen Burchhardt, Bürgermeisterin Nicole Golz sowie Gemeindevertreter mit Manuela Fischer vom Landestourismusverband Sachsen-Anhalt in Hohenseeden, um im Rahmen des Aufnahmeverfahrens für die „Straße der Romanik“ die historische Dorfkirche zu besichtigen. Die Kirche zählt zu den kulturhistorischen Schätzen der Region. Mit ihrem markanten Kirchturm und ihrer reichen Geschichte soll sie künftig Teil der bedeutendsten Tourismusroute in Sachsen-Anhalt werden.


Vor Ort berichtete Gabriele von Reinersdorff über die Geschichte und die Besonderheiten des Gotteshauses. Die Hohenseedenerin bietet regelmäßig Führungen an, um Besuchern die Vergangenheit der Kirche näherzubringen. Ganz besonders ist das romanische Wandgemälde aus dem 13. Jahrhundert, das nach einer Restaurierung im Jahr 1910 freigelegt und aufgearbeitet wurde. Heute ist dieses beeindruckende Kunstwerk wieder zu sehen.

Im nächsten Schritt prüft jetzt das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt gemeinsam mit dem Tourismusverband Sachsen-Anhalt e.V. und dem Landesamt für Denkmalpflege alle Anträge auf Neuaufnahmen in die Straße der Romanik. Im Frühjahr 2027 wird dann das Kabinett von Sachsen-Anhalt über die von den genannten Behörden vorgeschlagenen Aufnahmeanträge beschließen.

„Eine erfolgreiche Aufnahme in die Straße der Romanik würde nicht nur die kulturhistorische Bedeutung der Dorfkirche Hohenseeden würdigen, sondern auch die touristische Entwicklung der Region nachhaltig unterstützen“, betonte Landrat Dr. Steffen Burchhardt. Er würdigte vor Ort das Engagement des Kirchenkreises und insbesondere das der Familie von Reinersdorff.

Bisher sind neun Bauwerke im Jerichower Land Teil der beliebten deutschen Tourismusroute, welche in Sachsen-Anhalt in Form einer Acht mit Magdeburg als Zentrum verläuft. Die Bauwerke in der typischen Rundbogenarchitektur der Romanik, die in der Zeit vom 10. bis Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden sind Zeugnis der Christianisierung. Eine Übersicht zu den Standorten im Landkreis ist unter www.lkjl.de im Bereich „Freizeit, Kultur, Tourismus“ zu finden.

Bilder

Gabriele von Reinersdorff, Bürgermeisterin Nicole Golz, Landrat Dr. Steffen Burchhardt, Koordinatorin des Landestourismusverbandes Manuela Fischer sowie Pfarrer Martin Vibrans und Ortbürgermeister Enrico Naue. Foto: LK JL
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Kommentare

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    Heimatverbundener Bürger schrieb um 16:18 Uhr am 06.07.2026:
    Es ist mir unverständlich, wie eine lobenswerte Aktion, ein schönes Bauwerk der Region zu würdigen und einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren , als Anlass genommen wird, diese, schon schwierige Region abzuwerten.
    Und bei Tagträumen wie Ansiedlung von Firmen mit attraktiven Arbeitsplätzen in Städten und Gemeinden - wo sind diese?
    Das Jerichower Land hat keine fruchtbaren Böden wie die Magdeburger Börde, sondern viel Sand, überdüngte Felder und ein Wasserproblem. Die Bodenwerte sind nicht gut. Die Infrastruktur und der Freizeitwert sind nicht überragend.
    Die Region ist landschaftlich reizvoll, dennoch kein Elbsandsteingebirge. Intakte Ökosysteme sind durch die intensive landwirtschaftliche Nutzen weitgehend zerstört. Investitionen in erneuerbare Energien bei den neuen Gesetzgebung wenig Rendite.
    Fazit: Die Region sollte ihre wenigen Chancen nutzen können und nicht - aus Wahlkampfmotiven - durch Scheinargumente in ihrer Entwicklung gebremst werden.
    • Bürger schrieb um 16:58 Uhr am 06.07.2026:
      @ Heimatverbundene Bürger

      Ihr lobbygesteuertes Manöver ist so durchschaubar und macht Ihrem Profilnamen keine Ehre.
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    Bürger schrieb um 22:40 Uhr am 05.07.2026:
    Unbestritten ist die Hohenseedener Kirche eine schönes, geschichtsträchtiges Bauwerk, wie viele andere Gotteshäuser in der Gegend.
    Ob für uns Bürger ein Mehrwert durch die Aufnahme in die Kulturstraße entsteht, sei dahingestellt. Der touristische Effekt dürfte marginal sein.

    Mit den massiven Eingriffen in die Landschaft, für PV, Windräder, Deponien und "weitere Projekte dieser Art", schadet sich das Jerichower Land selbst und verliert an Attraktivität. Es tappt in die schnelle Profitfalle. Gierige Konzerne und zweifelhaft heimatverbundene Landbesitzer reiben sich die Hände. Die Schönheit der Region wird zerstört und massiv Druck auf die Ökosysteme ausgeübt. Das brauchen wir nicht!

    Wir brauchen Ansiedelung von Firmen mit attraktiven Arbeitsplätzen in Städten und Gemeinden, keinen weiteren Flächenraub!
    Photovoltaik/Solarthermie muß auf die Dächer, in Gewerbegebiete und andere bereits erschlossene Flächen, über Parkplätzen usw.! Das sind Investitionen mit Augenmaß!


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      Heimatverbundener Bürger schrieb um 20:08 Uhr am 05.07.2026:
      Die Kirche in Hohenseeden mit ihrer Sichtbarkeit, die von weitem für Reisende Richtung Osten den Weg zeigt, verdient nicht nur in dieser Funktion als Kulturgut in die "Straße der Romanik" aufgenommen zu werden. Auch als Bauwerk selbst beeindruckt diese Kirche.
      Es gibt reichere und ärmere Landstriche. Sachsen-Anhalt und das Jerichower Land gehört zu ärmeren. Umso wichtiger ist es, diese Ressourcen der Region für die Menschen, die da Leben einzusetzen. Dazu gehört die "Straße der Romanik" mit ihren wirklich schönen Denkmälern, die auch Anreize für den Tourismus sind.

      Aber auch die Windräder, PV-Anlagen und weitere Projekte dieser Art, die für die Bürger Einkommen schaffen brauchen wir, damit diese Region nicht noch weiter abgehängt wird.

      Dank den Menschen, die sich dafür engagieren!

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        Bürger schrieb um 19:24 Uhr am 05.07.2026:
        "Straße der Romanik" klingt nur noch herrlich traumhaft und sollte umbenannt werden in " Straße der Müllkippen, Abraumhalden, Windräder und PV-Wüsten".
        • Leser schrieb um 20:29 Uhr am 05.07.2026:
          Sie haben vollkommen Recht. Überall Müllberge, Schlechte Radwege entlang der Straße der Romanik, und viele andere Dinge die der Straße nicht würdig sind. Und die Hinweis Schilder für diese Straße sind komplett verdreckt. Das ist für Touristen überhaupt nicht ideal, aber unsere Herrschaften lassen sich wieder feiern. (Frau Golz und Herr Burchhardt).Fahren Sie mal bitte mit dem Auto oder Fahrrad von Jerichow nach Genthin, und schauen Sie sich die völlig verdreckten und nicht mehr sichtbaren Schilder an. So etwas muss gepflegt werden, und dann kann man sich feiern lassen?