Hinter verschlossenen Türen kam es am Montagabend im Stadtrat von Burg offenbar zu einer weitreichenden Entscheidung betreffend der Geschäftsführung der Stadtwerke Burg. Nach Informationen von Meetingpoint kam das Gremium zu einer hochbrisanten Sondersitzung zusammen. Der Einzige Tagesordnungspunkt im nicht-öffentlichen Teil, war die Abberufung der bisherigen Führungsspitze der Stadtwerke Burg GmbH. Was am Montag hinter geschlossenen Türen stattfand, ist nun offiziell. Wie das Unternehmen am heutigen Mittwoch (3. Juni) bestätigte, wurden die bisherigen Geschäftsführer Annette Meyer und Dr. Swen Löppen mit sofortiger Wirkung vor die Tür gesetzt.
Sondersitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Dass es im Vorfeld der Entlassung brodelte, zeigt die Eile, mit der der Stadtrat am Montag agierte. Die Öffentlichkeit und die Presse mussten draußen bleiben, als über die Zukunft des kommunalen Energieversorgers debattiert wurde. Grund für das strikte Geheimhaltungsverfahren waren schwerwiegende Vorwürfe gegen die bisherige Chefetage. Wie das Unternehmen selbst mitteilt, hat eine interne Untersuchung, die von der Gesellschaft unter Hinzuziehung externer Experten durchgeführt wurde, offenbar massive Verfehlungen ans Licht gebracht.
Pflichtverletzungen führen zu finanziellem Schaden
In der offiziellen Stellungnahme der Stadtwerke, auf die auch die Stadtverwaltung Burg nach einer Meetingpoint-Anfrage verweist, wird Klartext gesprochen. Die Untersuchung habe „Pflichtverletzungen der bisherigen Geschäftsführung aufgezeigt“. Die Konsequenzen für das Unternehmen wiegen schwer, demnach ist der Gesellschaft durch das Handeln der Ex-Chefs ein „möglicher Schaden in sechsstelliger Höhe“ entstanden. Um weiteren Schaden abzuwenden und die relevanten rechtlichen Fristen zu wahren, sahen sich die Verantwortlichen zu einer sofortigen, fristlosen Trennung gezwungen.
Interims-Duo übernimmt das Ruder ab sofort
Vakant bleibt der Chefposten indes nicht. Bereits seit dem heutigen Mittwoch gibt es eine neue, kommissarische Leitung an der Spitze des Energieversorgers. Christoph Widera und Florian Klitsch wurden als Interims-Geschäftsführer bestellt und haben die Leitung des Unternehmens mit sofortiger Wirkung übernommen. Sie sollen den kommunalen Betrieb nun durch die unruhigen Fahrwasser steuern.
Stadtwerke betonen: „Wirtschaftlich stabil“
Trotz des personellen Bebens in der Führungsetage bemüht sich das Unternehmen um Schadensbegrenzung und Beruhigung der Verbraucher. Für die Kunden in Burg und der Region soll sich im Alltag nichts ändern. Die Stadtwerke betonten ausdrücklich, dass das Geschäft selbstverständlich in vollem Umfang weitergeführt wird und das Unternehmen wirtschaftlich stabil aufgestellt sei. Die Versorgungssicherheit steht somit nicht infrage. Einzelheiten zur Verfehlung gaben die Beteiligten Parteien jedoch nicht bekannt. Wie der Meetingpoint erfahren hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich die ehemaligen Geschäftsführer zur Wehr setzen könnten und damit weitere Rechtsstreitigkeiten zu dieser weitreichenden Entscheidung im Raum stehen könnten. Diese sind je nach Ausgang dann mit weiteren Kosten verbunden.
Kommentare
Torsten B. schrieb um 14:26 Uhr am 04.06.2026:
Yvonne Knull schrieb um 11:26 Uhr am 04.06.2026:
Heiko schrieb um 21:01 Uhr am 03.06.2026:
Herr Bohnenstroh schrieb um 19:34 Uhr am 03.06.2026:
Leser24 schrieb um 18:54 Uhr am 03.06.2026: