Ein bewegender Vormittag für die Kameraden der diensthabenden Schleife: Innerhalb von nur zwei Stunden wurde die Feuerwehr Burg am Samstag zu zwei Tierrettungen gerufen. Während für ein Reh am Stadtrand jede Hilfe zu spät kam, endete der zweite Einsatz für einen Mauersegler mit einem glücklichen Abflug in die Freiheit.
Einsatz 90 & 91 / 2026 – Es sind genau diese Tage, die uns als Feuerwehrleuten vor Augen führen, wie nah Erfolg und Niederlage in unserem Dienst beieinanderliegen. Am heutigen Samstagvormittag war unsere Tierliebe und unser technisches Geschick gleich doppelt gefordert, doch die Bilanz hinterlässt bei den Kameraden gemischte Gefühle.
Tragischer Fund in der Kleingartenanlage
Der erste Alarm riss uns um 10:18 Uhr aus dem Stationsalltag. Das Stichwort der Leitstelle: Tierrettung in einer Kleingartenanlage am Stadtrand. Ein Reh sollte sich in einem Zaun verfangen haben. Umgehend rückten wir mit dem Vorausrüstwagen (VRW) und dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) zur gemeldeten Adresse aus.
Vor Ort wurden wir bereits vom aufmerksamen Ersthelfer erwartet, der uns direkt zum Geschehen führte. Dort bot sich uns jedoch ein zutiefst trauriger Anblick: Das Wildtier hatte es zwar geschafft, sich noch vor unserem Eintreffen eigenständig aus der misslichen Lage zu befreien, bezahlte diesen Befreiungsversuch jedoch mit dem Leben. Die erlittenen Verletzungen waren so schwer, dass keine Rettung mehr möglich war. Dem alarmierten Jagdpächter blieb leider nur noch die traurige Pflicht, das sichtlich leidende Tier von seinen Qualen zu erlösen. Ein Einsatz, der auch an erfahrenen Einsatzkräften nicht spurlos vorbeigeht.
Happy End in luftiger Höhe
Viel Zeit zum Nachdenken blieb uns jedoch nicht. Exakt zwei Stunden nach dem ersten Alarm schrillten die Melder erneut – das gleiche Stichwort, aber ein völlig anderes Szenario. Dieses Mal hatte sich ein Mauersegler in einer Notlage verfangen.
Mit dem HLF und der Drehleiter (DLK) rückten wir zur neuen Einsatzstelle aus. Durch das präzise Zusammenspiel der Kameraden und den Einsatz der Drehleiter gelang es uns, das Tier schnell und unbeschadet aus seiner Lage zu befreien. Und genau für diese Momente machen wir den Job: Kaum war der kleine Vogel unverletzt in Freiheit entlassen, flog er sichtlich glücklich davon.
Fazit der Kameraden: Zwei Einsätze unter demselben Stichwort, die uns wieder einmal gezeigt haben, dass in unserem Dienst Freud und Leid oft nur wenige Stunden auseinanderliegen.
Kommentare
Carola schrieb um 09:12 Uhr am 31.05.2026: