Gedenken in Burg: 8. Mai als Tag der Befreiung und Mahnung
Stadtgeschehen
Erstellt: 04.05.2026 / 17:05 Uhr von ub
Auch in diesem Jahr wird in Burg dem 8. Mai als „Tag der Befreiung“ gedacht. Mit einer Kranzniederlegung und einer besonderen Lesung wird an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und die Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnert. Der Gedenktag mahnt zugleich an die Opfer des Krieges und feiert den Beginn der Demokratie in Deutschland.
Der 8. Mai 1945 markiert das offizielle Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem europäischen Kontinent und die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Damit endete die menschenverachtende Herrschaft des Nationalsozialismus. In Deutschland wird dieser Tag traditionell als Gedenktag für die Opfer des Krieges und als Beginn der demokratischen Ära begangen. Besonders eindrücklich prägte der damalige Bundespräsident Richard von Weizäcker zum 40. Jahrestag den Begriff des „Tags der Befreiung […] von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“.
Kranzniederlegung am Siegfried-Stöckl-Platz Die Gedenkfeierlichkeiten in Burg beginnen um 15:00 Uhr mit einer feierlichen Kranzniederlegung. Ort des Gedenkens ist der Siegfried-Stöckl-Platz (Bürgermarkstraße / Ecke Zerbster Chaussee), der an die friedliche Übergabe der Stadt Burg zum Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an diesem stillen Gedenken teilzunehmen.
Lesung und Musik im Evangelischen Gemeindehaus Am Abend, um 19:30 Uhr, laden das Burger Bündnis gegen Rechts – für Toleranz und Menschlichkeit sowie die Evangelische Kirchengemeinde St. Nicolai und Unser Lieben Frau zu einer besonderen Gedenkveranstaltung ins Evangelische Gemeindehaus (Grünstraße 2) ein. Im Mittelpunkt des Abends steht die Vorstellung des zweiten Teils des Buches eines gebürtigen Burger Autors in einer gekürzten Lesefassung. Der erste Teil war bereits zum Pogromgedenken am 9. November des vergangenen Jahres präsentiert worden. Das Werk schildert eindrücklich die Erlebnisse einer Familie in der Zeit von 1932 bis 1945 und ihren Umgang mit den Wirren und der Unmenschlichkeit dieser Epoche.
Für die musikalische Begleitung der circa 90-minütigen Veranstaltung sorgt Kirchenmusikerin Cornelia Frenkel. Der Einlass beginnt ab 19:00 Uhr. Die Initiatoren laden alle Interessierten herzlich ein, an diesem Abend gemeinsam zu gedenken und innezuhalten.
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