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Handwerk sieht Kraftstoff-Maßnahmenpaket als unzureichend

Politik
  • Erstellt: 05.04.2026 / 18:05 Uhr von ub/pm
Die Bundesregierung setzt auf neue Preisbremsen an den Zapfsäulen, doch das Handwerk in der Region reagiert enttäuscht. Andreas Dieckmann, Präsident der Handwerkskammer Magdeburg, warnt vor reiner Symbolpolitik. Während Mobilität für Baustellen und Serviceeinsätze unverzichtbar bleibt, vermissen die Betriebe strukturelle Entlastungen und werfen der Politik vor, die eigentlichen Ursachen der hohen Kraftstoffkosten lediglich zu verwalten, statt sie zu lösen.


„Die Begrenzung von Preiserhöhungen auf einmal täglich ist zwar ein Eingriff in die Preisdynamik, greift jedoch deutlich zu kurz. Das Gesetz setzt an Symptomen an, löst aber nicht das eigentliche Problem dauerhaft hoher Kraftstoffkosten“, sagt Andreas Dieckmann, Präsident der Handwerkskammer Magdeburg.

Für viele Handwerksbetriebe sei Mobilität unverzichtbar. Ob Bau, Ausbau oder Service: Steigende Spritpreise wirkten sich unmittelbar auf die betriebliche Praxis und die Kalkulation aus. „Eine echte Entlastung bleibt aber aus“, so Dieckmann.

Die Handwerkskammer kritisiert, dass die Politik erneut auf regulatorische Maßnahmen setzt, ohne die strukturellen Belastungen zu reduzieren. Steuerliche Entlastungen oder gezielte Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Betriebe seien nicht vorgesehen. Damit werde das Problem nicht gelöst, sondern lediglich verwaltet.

„Unsere Betriebe brauchen keine Symbolpolitik, sondern konkrete Maßnahmen, die im Alltag wirken“, so Dieckmann. Die Bundesregierung sei gefordert, die Auswirkungen der Regelung genau zu beobachten und zeitnah nachzusteuern.


Hinweis: Politische Mitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder. Unsere Leser sollen sich selbst ein Bild von den Äußerungen unserer Politiker machen, ohne Anmerkungen oder Veränderungen durch die Redaktion.

Bilder

Andreas Dieckmann Foto: Handwerkskammer Magdeburg
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Kommentare

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    Torsten B. schrieb um 11:23 Uhr am 08.04.2026:
    Dieses ganze Dilemma dürfen wieder die Bürger/in in DE, wie immer, ausbaden.
    Beherztes Eingreifen mit einer Task-Force (schnelle Eingreiftruppe) mit Sepp Müller (CDU) als Abgeordneter im Deutschen Bundestag, ist einfach lächerlich. Ein einfaches Aussetzen der CO2-Steuer und der Halbierung der MwSt. hätte eine Sofortwirkung. Andere europäische Staaten helfen ihren Bürgern weitaus schneller, warum ist dies so? Aber bitte nicht wundern, wenn die AFD am 06.09.2026 in Sachsen-Anhalt, die absolute Mehrheit und somit Macht erhält.
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      Gerald Lauenroth schrieb um 20:47 Uhr am 07.04.2026:
      Wenn die Regierung durch Steuern und Abgaben mehr an der Kraftstoffkriese mehr verdient als die angeblich so bösen Konzerne ist das bedauern und der Aktionismus reine Heuchelei. CDU und SPD interessieren sich nicht für Wirtschaft, Pendler oder den einfachen Bürger. Was möglich ist zeigen einige Nachbarländer.
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        Peter Winkler schrieb um 11:38 Uhr am 06.04.2026:
        Ich habe jahrelang auch Kundendienst "gemacht".
        Und ich behaupte, das ist alles so gewollt.
        Es braucht keine Taskfource und auch kein Kartellamt in Deutschland. Es braucht auch keine ideologisch betriebenen Ministerien und Verwaltungen.
        Es braucht eine andere Politik zum Wohle des Mittelstands und letztendlich der der Bevölkerung in der Masse.
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          Herr Bohnenstroh schrieb um 22:25 Uhr am 05.04.2026:
          Nicht nur das Handwerk sieht Unzureichendes.