Gold für Matthias Schlitte beim Golden Bear Cup in Polen
Sport
Erstellt: 28.02.2026 / 11:05 Uhr von ub/pm
Während bei den Olympischen Winterspielen in Italien die Athleten um Medaillen kämpften, ging es für Armwrestling-Weltmeister Matthias Schlitte ebenfalls am Wochenende um Gold. Der Mann aus dem Landkreis Börde ging beim internationalen Turnier im polnischen Kolo an den Start.
Doch im Gegensatz zu den Winterolympioniken musste Schlitte zunächst einen anderen Gegner besiegen: Die Waage. Das offizielle Wiegen stand am Samstag zunächst auf dem Programm. Schlitte nahm die übliche erste Hürde und unterbot das notwendige Gewichtslimit von 70kg um wenige Gramm.
Die Halle füllte sich und zum Turnierstart waren über 300 Sportler aus fünf Nationen ins Zentrum Polens gereist. Bei der offiziellen Eröffnung wurde der deutsche Hellboy dann auch als Ehrengast vom Bürgermeister und den Organisatoren begrüßt.
Dann wurde es sportlich. In den verschiedenen Gewichtsklassen entwickelte sich ein hochkarätiges Turnier, schließlich ging es neben den Medaillen auch um ganz besondere Trophäen. Für die Sieger der Kategorien wurden knapp 30 cm hohe goldene Statuen des Club-Symbols ausgelobt. So ging es beim "Golden Bear Cup" natürlich um Bären in kämpferischer Pose.
Entsprechend motiviert startete der Deutsche in den Wettkampf. Bereits in der ersten Runde setzte Schlitte ein klares Zeichen und entschied sein Auftaktduell mit einem schnellen Sieg für sich. Im weiteren Verlauf wartete mit dem polnischen Spitzenathleten Krzysztof Hasinski ein besonders anspruchsvoller Gegner. Nach mehreren Neustarts musste das Match im sogenannten Referee’s Grip und anschließend im Kampfriemen entschieden werden. Trotz dieser für ihn ungünstigen Ausgangslage bewies Schlitte große mentale Stärke und setzte sich auch in diesem Schlüsselduell durch.
Auch in den folgenden Begegnungen ließ der Athlet aus Sachsen-Anhalt nichts anbrennen und zog ungeschlagen ins Finale ein. Hier wartete der stark verbesserte Lokalmatador Mateusz Makurat. Doch besiegte er den polnischen Youngster klar und sicherte sich souverän den Turniersieg. Damit hieß es – wie bei den Winterspielen in Italien – auch rund 3.000 Kilometer weiter nördlich in Polen: Gold für Deutschland. „Ich freue mich sehr über diesen Erfolg. Das neue Trainingsprogramm hat funktioniert, und die Generalprobe für die USA ist gelungen“, erklärte Schlitte nach seinem Triumph. Besonders stolz zeigte sich der gebürtige Haldensleber auch auf die außergewöhnliche Siegertrophäe: „Die fantastische Trophäe hat am Wochenende noch die letzten Prozente aus mir herausgekitzelt. Goldene Bären kennt man sonst nur von Filmfestspielen – dieser bekommt einen Ehrenplatz“, freute sich der Champion in Anlehnung an das Filmfestival Berlinale in der deutschen Hauptstadt.
Bereits in der kommenden Woche steht für den „Hellboy“ die nächste große Herausforderung an. Bei den prestigeträchtigen Arnold Classics in Columbus (Ohio, USA) will der Deutsche an seinen Erfolg anknüpfen. Nach der Bronzemedaille im Vorjahr ist das Ziel klar definiert: erneut Edelmetall auf der internationalen Bühne. Mit dem Turniersieg in Polen reist Matthias Schlitte nun in Topform und mit viel Selbstvertrauen in die Vereinigten Staaten.
Am Sonntag (01.03.2026) wird in der Sendung "Sachsen-Anhalt heute" um 19 Uhr ein Bericht zum Erfolg und der Vorbereitung auf die USA gezeigt!
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