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Großeinsatz in Burg: Fahndet die Polizei hier nach dem flüchtigen Konstantin P.?

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 05.02.2026 / 15:39 Uhr von rp
Ein Großaufgebot der Polizei hat am gestrigen Mittwoch, gegen 20 Uhr, die Holzstraße in Burg in Atem gehalten. Ziel des Einsatzes war die Durchsuchung eines Wohnhauses, in der Nähe des dortigen Supermarktes, zur Vollstreckung eines Haftbefehls. Doch trotz der massiven Maßnahmen bleibt der Fahndungserfolg aus. Nach Informationen des Meetingpoint konnte Konstantin P. bislang nicht gefasst werden.


Die Gerüchteküche in Burg brodelt, Leser berichten dem Meetingpoint von massiver Polizeipräsenz und verstärkten Kontrollen im Burger Stadtgebiet. Auf Nachfrage von Meetingpoint bestätigte die Polizei lediglich, dass in der Holzstraße ein bestehender Haftbefehl umgesetzt werden sollte. Ob es sich dabei um den beinahe 34-jährigen Konstantin P. handelt, ließen die Beamten offiziell offen. Doch die Indizien sowie die Art des Einsatzes wiegen schwer.

Flucht aus der Uniklinik nach fatalem Justizirrtum Konstantin P. ist kein Unbekannter. Seit dem 29. Januar ist der Mann, der unter anderem wegen Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und schwerer Gewalttaten angeklagt ist, spurlos verschwunden. Besonders brisant: P. konnte nur deshalb untertauchen, weil die Justiz einen folgenschweren Fehler beging.

Nachdem P. im August vergangenen Jahres ein älteres Ehepaar massiv verletzt und anschließend Polizeibeamte mit einem Messer bedroht hatte, wurde er durch einen gezielten Bauchschuss eines Beamten gestoppt. Seitdem wurde er stationär im Universitätsklinikum Magdeburg behandelt. Aufgrund eines Fehlers wurde die Vollstreckung seines Haftbefehls jedoch vorerst ausgesetzt, die Bewachung vor seinem Krankenzimmer wurde daraufhin abgezogen. Diese Lücke nutzte der Mann am vergangenen Donnerstag aus, um entgegen seiner Auflagen die Klinik zu verlassen.

Zwischen Rollator und Gewaltpotenzial
Das Landgericht Stendal hat den Haftbefehl nach dem Verschwinden umgehend wieder in Kraft gesetzt. Die Polizei steht nun unter Zugzwang, den Flüchtigen wieder dingfest zu machen. Trotz seiner kriminellen Vita gibt die Justiz derzeit eine vorsichtige Entwarnung für die breite Öffentlichkeit:

Körperliche Einschränkung: Durch die Schussverletzung vom August soll P. gesundheitlich stark beeinträchtigt sein.

Eingeschränkte Mobilität: Zeitweise war der fast 34-Jährige sogar auf einen Rollator angewiesen.

Fahndung läuft weiter auf Hochtouren
Bisher ist die Fahndung nach Konstantin P. noch nicht öffentlich. Das bedeutet, dass die Polizei aktuell keine Fahndungsfotos oder Personenbeschreibungen für die Bevölkerung freigegeben hat. Die Ermittler setzen stattdessen auf gezielte Zugriffe wie in der Holzstraße. Die Schlussendliche Entscheidung einer Öffentlichkeitsfahndung liegt laut Landgerichtssprecher Michael Steenbuck bei der zuständigen Kammer des Landgerichts. Hier setzt man derzeit immer noch auf eine nicht öffentliche Fahndung nach Konstantin P.

Laut Polizei blieb der Zugriff in Burg ohne das gewünschte Ergebnis und man konnte den Haftbefehl dort nicht vollstrecken. Damit ist auch klar, das Konstantin P. sich weiterhin auf der Flucht befindet. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen und die Suche unter Hochdruck fort. Wer eventuelle Hinweise zu Konstantin P. hat, der kann diese unter der Nummer 110 oder jeglicher Polizeidienststelle mitteilen.

Deshalb gelang es Konstantin P. zu flüchten: [Zum Vorbericht]

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