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Betrug durch falsche Anschreiben von Banken

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 05.02.2026 / 09:05 Uhr von ub/pm
Durch einen 75-jährigen Geschädigten wurde am 03. Februar die Polizei in Burg zur Anzeigenerstattung aufgesucht. Hierbei gab er bekannt, dass er am 30. Januar ein Schreiben erhalten habe, welches vermeintlich von seiner Hausbank stammt. In diesem Schreiben wurde er aufgefordert sein Online-Banking zu aktualisieren.


Wie die Polizei informiert, nahm der Geschädigte daraufhin Kontakt auf und ihm wurde mitgeteilt, dass er zunächst das Programm „Any Desk“ installieren müsse, was er in Folge auch tat. Laut Täterschaft soll es sich hierbei um ein Antivirenprogramm handeln, in Wahrheit kann damit jedoch der Fernzugriff auf elektronische Geräte hergestellt werden.

Im Anschluss wurde er weiterhin dazu aufgefordert zwei Summen im hohen vierstelligen Bereich zu überweisen, auch dies tat der Geschädigte. Hierbei wurde eine Summe im Nachgang zwar tatsächlich, wie zuvor mitgeteilt, zurückgebucht, jedoch die andere einbehalten. Im Nachgang gelang es der Täterschaft zudem einen weiteren Betrag im oberen vierstelligen Bereich vom Konto des Geschädigten abzubuchen. Hierfür nutzten die Täter offenbar das zuvor installierte Programm „Any Desk“.

Leider kontaktierte der geschädigte Mann seine Hausbank erst dann unter der ihm bekannten echten Rufnummer und ihm wurde mitgeteilt, dass die Bank kein derartiges Schreiben versandt habe und der Mann somit Opfer eines Betruges wurde. Der Gesamtschaden beläuft sich auf einen Wert im unteren fünfstelligen Bereich.
(Foto des Betrugsschreibens anbei.)

Die Polizei Stendal warnt aktuell vor Phishing-Schreiben
In der Polizeiinspektion Stendal wurden Anzeigen zu einer Betrugsmasche aufgenommen, in denen Mieter einer Wohnungsbaugesellschaft ein gefälschtes Schreiben der „Volksbanken Raiffeisenbanken“ erhalten haben (Foto anbei).

In diesem Schreiben werden die Mieter aufgefordert, ihre Kundendaten über einen Link oder den angefügten QR-Code zu aktualisieren.

An dieser Stelle warnt die Polizei:
Öffnen Sie nicht den zugesandten Link!
Rufen Sie auf keinen Fall den QR-Code auf!

Echte Aktualisierungen von Kundendaten erfolgen ausschließlich über persönliche Anschreiben Ihrer Bank. Banken versenden keine anonymisierten oder allgemein gehaltenen Schreiben mit der Aufforderung, Daten über Links oder QR‑Codes zu bestätigen.

Im Zweifel sollten Sie sich immer direkt an Ihren persönlichen Bankberater wenden – nutzen Sie dafür ausschließlich die Ihnen bekannte Telefonnummer.

Bilder

Falsches Anschreiben an den Bankkunden in Burg. Foto: Polizei
Falsches Anschreiben an die Mieter in Stendal. Foto: Polizei
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