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Drei Magdeburger Medaillen bei der Euro

Sport
  • Erstellt: 03.02.2026 / 15:05 Uhr von ub/pm
​13 Spieler hatte der SC Magdeburg bei der Europameisterschaft ins Rennen geschickt, drei kommen mit Medaillen nach Hause. Die Erfolgsgeschichte geht aber darüber hinaus, berichtet der Verein.


„Das fühlt sich gerade unglaublich gut an. Wir haben es so oft versucht, jetzt hat es endlich geklappt. Ich bin so stolz, dass wir diesen Titel gewonnen haben. Das wird jetzt gefeiert“, sagte Magnus Saugstrup, der sich mit Dänemark durch ein 34:27 (18:16) gegen Deutschland den Titel sicherte. Sein Team ist nun nach Frankreich das zweite der Geschichte, das hintereinander Weltmeister, Olympia-Sieger und Europameister wurde.

Lukas Mertens und Deutschland sicherten sich derweil Silber. Erstmals seit zehn Jahren schaffte es die DHB-Auswahl ins Finale und sorgte schon beim Halbfinale für Einschaltquoten von 8 Millionen TV-Zuschauern bei einem Marktanteil von über 40 Prozent. „Wir waren im Finale einfach nicht clever genug in den entscheidenden Phasen, haben zu viel verworfen. Trotzdem war es ein sehr gutes Turnier von uns. Wir sind als Mannschaft zusammengewachsen und noch stärker geworden. Die Niederlage tut jetzt weh, aber mit etwas Zeit werden wir uns alles über Silber freuen. Wir haben Grund zu feiern“, sagte Mertens.

Im Spiel um Bronze zwischen Kroatien und Island sicherte sich Matej Mandic gegen Omar Ingi Magnusson und Gisli Kristjansson mit 34:33 (17:14) die Medaille. „Momentan ist es extrem schwer aufzunehmen, was gerade passiert ist. Wir waren in der ersten Halbzeit viel zu schwach, bekommen sie in der Abwehr einfach nicht gestoppt. Auf der anderen Seite macht Matej das überragend, hält leider sehr gute, freie Chancen, die am Ende sehr viel wert sind. Trotz allem bin ich sehr stolz auf das, was wir hier erreicht haben“, sagte Kristjansson. Auch dank ihm stand Island erstmals seit 16 Jahren wieder in einem Finalwochenende.

„Ich habe versucht, einen guten Job zu machen“, spielte Mandic derweil seine Leistung herunter, war aber selbstredend überaus glücklich über Bronze. „Das fühlt sich einfach überragend an. Wir hatten das Ziel vor Augen und haben alles dafür getan. Jetzt feiern wir die ganze Nacht.“

Insgesamt waren 13 Magdeburger Spieler aus sieben Nationen ab dem 15. Januar in Schweden, Norwegen und Dänemark unterwegs, alle qualifizierten sich für die beiden Hauptrunden in Herning und Malmö. Gerade für die beiden Schweizer Manuel Zehnder und Nikola Portner war das ein Riesenerfolg, erstmals seit 22 Jahren schaffte es die Alpennation so weit.

Danach war für die Schweiz allerdings Schluss, genauso wie für Sergey Hernandez und Spanien. Co-Gastgeber Schweden mit Felix Claar, Oscar Bergendahl, Daniel Pettersson und Albin Lagergren reiste derweil noch fürs Platzierungsspiel zum Finalwochenende nach Herning, schloss das Turnier als Sechster ab.

Auszeichnungen gab es derweil auch abseits der Medaillen. Sergey Hernandez, Omar Ingi Magnusson, Nikola Portner und Felix Claar wurden während des Turniers zum Spieler des Spiels ausgezeichnet, letzterer sogar zweimal. Zudem wurden mit Portner, Kristjansson, Claar, Magnusson, Bergendahl und Saugstrup sechs SCM-Spieler fürs Allstar-Team nominiert. Ausgezeichnet wurde Gisli Kristjansson als bester Mittelmann.

​Insgesamt war es also eine erfolgreiche Europameisterschaft für den SC Magdeburg – aufgrund der drei Medaillengewinner und darüber hinaus. Bevor die Euro-Teilnehmer wieder in den Kreis der Magdeburger Mannschaft zurückkehren, gibt es nun erstmal ein paar Tage Zeit zur Erholung. Schon in der kommenden Woche ruft dann aber der Vereins-Alltag. Das nächste Bundesliga-Spiel findet am 11. Februar gegen den TBV Lemgo Lippe in der GETEC Arena statt.

Bilder

Foto: SCM
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