Der Burger BC 08 geht mit ordentlich Rückenwind in sein vorletztes Hinrundenspiel. Am kommenden Samstag, dem 6. Dezember, wartet auswärts der SV Medizin Uchtspringe – ein Gegner, der in dieser Saison zwar nicht ganz oben mitmischt, aber stabil punktet und zu Hause gern unbequem wird.
Die Vorzeichen sind klar: Burg marschiert ungebremst durch die Liga. Elf Spiele, elf Siege, 59:4 Tore – die Zahlen sprechen für sich. Auch wenn zwei der jüngsten Erfolge kampflos zustande kamen, bleibt die sportliche Bilanz beeindruckend. Das 9:0 gegen Klötze und das 7:0 in Liesten zeigen, dass das Team auch dann liefert, wenn es gefordert wird.
Gleichzeitig hinterlässt die kurzfristige Absage des SSV Gardelegen II am vergangenen Wochenende einen bitteren Beigeschmack. Weniger als 24 Stunden vor Spielbeginn wird auf dem Platz gearbeitet, das Catering vorbereitet, Leute planen ihren Tag um das Spiel herum – und dann fällt alles ins Wasser. Dass solche Fälle die Tabelle verzerren, liegt auf der Hand. Einige Teams bekommen sportliche Tests, andere geschenkte Punkte.
Ein Zustand, der in einer Landesklasse eigentlich nichts verloren hat.
Der kommende Gegner wirkt dagegen deutlich verlässlicher. Uchtspringe steht mit 22 Punkten auf Rang vier, hat sieben Siege eingefahren und ist offensiv wie defensiv solide unterwegs. 33 erzielte Treffer zeigen, dass die Mannschaft sich nicht verstecken will, während die 23 Gegentore andeuten, dass sie durchaus anfällig ist, wenn das Tempo hochgeht.
Burg fährt also als Favorit nach Uchtspringe. Für die Gastgeber ist dieses Spiel allerdings eine Chance, sich gegen den Spitzenreiter zu beweisen – und Teams, die nichts zu verlieren haben, können besonders lästig werden. Für den BBC 08 dürfte es vor allem darum gehen, die eigene Linie durchzuziehen und sich nicht von äußeren Umständen aus dem Rhythmus bringen zu lassen.
Wenn Burg sein gewohntes Tempo anschlägt, spricht vieles für den zwölften Sieg. Doch auswärts gegen einen Gegner aus der erweiterten Spitzengruppe wird es kein Selbstläufer. Genau solche Spiele zeigen, wie stabil eine Tabellenführung wirklich ist.