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Bestätigt: Bundeswehr-Fracht in Burg gestohlen – Fast 20.000 Schuss Munition weg!

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 01.12.2025 / 06:33 Uhr von rt
Der Munitionsdiebstahl in Burg hat sich bestätigt. Nach der [Berichterstattung des Meetingpoints] in der vergangenen Woche liegt nun eine offizielle Stellungnahme der Bundeswehr vor. Demnach wurde in der Nacht zum Dienstag, dem 25. November, Munition aus dem Anhänger eines Transportfahrzeugs eines zivilen Spediteurs entwendet. Wir haben die Einzelheiten für Euch.

Die Polizei Jerichower Land konnte bislang lediglich bestätigen, dass militärische Fracht aus einem Transporter vor einem Hotel im Burger Gewerbegebiet gestohlen wurde und dementsprechende Ermittlungen liefen. Die Bundeswehr liefert nun erschreckende Details zur Art und Menge des Diebesguts.

Folgende Munition wurde gestohlen:
  • 10.000 Schuss Gefechtsmunition (9mm x 19, für Pistolen)
  • 9.900 Schuss Manövermunition (5,56mm x 45, für Gewehre)
  • 15 Stück Pyrotechnische Munition (Rauch)
Eine besondere Gefahr geht dabei von den 9mm-Patronen aus: Dies ist das weltweit am häufigsten verwendete Kaliber für Pistolen und Maschinenpistolen. Es ist scharfe, tödliche Munition. Die Manövermunition, die beispielsweise für Übungen mit dem G36 genutzt wird, verfügt hingegen über keine scharfen Projektile.

Der Diebstahl ereignete sich, als der Transport in die Verantwortung eines zivilen Spediteurs übergeben worden war. Aus dem über Nacht abgestellten Anhänger des Transportfahrzeugs wurde die Munition entwendet. Der Aufbruch des Anhängers wurde erst bei der Anlieferung an der Wache der Clausewitz-Kaserne in Burg festgestellt.

Ermittlungen laufen weiter

"Wir nehmen den Vorfall sehr ernst und prüfen den Vorgang umfassend. Dabei unterstützen wir die Ermittlungsbehörden bei allen weiteren Schritten", erklärte ein Sprecher des Unterstützungsbereiches der Bundeswehr auf Anfrage des Meetingpoints.

Mit der Bestätigung des Diebstahls von knapp 20.000 Patronen erhalten die Spekulationen um eine Sicherheitslücke auf dem Transportweg nun traurige Gewissheit.

Zu möglichen Hintergründen oder zu sicherheitsrelevanten Abläufen während des Transports wollte sich der Sprecher aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit nicht äußern. Der Diebstahl wurde nach Feststellung umgehend den zuständigen Sicherheits- und Ermittlungsbehörden gemeldet.

Die Ermittlungen von Polizei und Bundeswehr zur Wiederbeschaffung der Munition laufen auf Hochtouren.

Bilder

Visualisierung: KI-generiert mit ChatGPT
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Kommentare

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    Michael Michalski schrieb um 13:59 Uhr am 03.12.2025:
    Prinzipiell lächerlich, wenn es am Ende nicht eine so ernste Angelegenheit wäre.
    Und jetzt, gibt es für irgendwen, oder zieht man für irgendwas, irgendwelche Konsequenzen?
    • Ina schrieb um 22:18 Uhr am 03.12.2025:
      Nein, warum sollte man?
      Konsequenzen sind das letzte, das in Deutschland gezogen wird.
      In allergrößter Bedrängnis kann man sich immer noch hinter dem Datenschutz verstecken. Hilft garantiert.
  •  
    Andy schrieb um 08:51 Uhr am 03.12.2025:
    Die Aussage ist schon der Hammer 🔨:
    Mal wieder ist in Sachsen-Anhalt Munition abhanden gekommen ...
    Beitrag vom MDR:
    https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/jerichow/burg-bundeswehr-munition-diebstahl-118~amp.html

    Meiner Meinung nach können das nur Eingeweihte getan haben, da es nicht das erste Mal ist, dass Munition verschwindet. Das ist ja schon öfter bei der Wortmarke „POLIZEI“ vorgekommen — da sind auch schon mehrere Waffen abhanden gekommen. Es liegt doch der Verdacht nahe, dass die Bediensteten der POLIZEI sich privat selbst Waffen und Munition beschaffen. Auch ist es bedenklich, wenn sie in eigener Sache ermitteln und dann hinterher behaupten, die Russen wären es gewesen oder so.
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      Egal schrieb um 22:38 Uhr am 02.12.2025:
      Was hier alles möglich ist. Ein LKW Anhänger voller Munition wird unbewacht stehen gelassen und der Fahrer schläft seelenruhig im Hotel. Letzte Nacht überfallen zwei dreizehnjährige einen Kiosk mit einer Machete und verletzen den Besitzer schwer. Die werden erst festgenommen und dann ohne weiteres wieder laufen gelassen. Aber eine Kassiererin wurde vor einiger Zeit wegen einbehaltens eines Pfandbons fristlos entlassen . Die Meldungen haben zwar nichts miteinander zu tun, mal sehen, was morgen so los ist.
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        horst schlechte schrieb um 22:31 Uhr am 02.12.2025:
        moin moin, solch ein transport ist ein normaler vorgang, der eine genehmigung benötigt, die er wohl hatte. wo, wie,wann... ist ermittlunssache. ich bin sportschütze und transportiere waffen und munition in einem waffenschrank der fest verankert im auto ist. das hätte man auch tun sollen. eine sicherheit mehr ist immer besser. entschuldigung, ich schreibe immer klein...
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          Wilhelm schrieb um 19:37 Uhr am 02.12.2025:
          Würde mich nicht wundern wenn als nächstes ein ganzer Panzer geklaut wird
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            Peter schrieb um 16:16 Uhr am 02.12.2025:
            Der ganze Vorgang zeigt das Dilemma der Bundeswehr! Man gibt den Wachschutz von militärischen Objekten in zivile Hände, man überlässt militärische Transporte zivilen Transportunternehmen…. wahrscheinlich werden im Verteidigungsfall Gefechtshandlungen unseren Schützenvereinen überlassen….
            Als ehemaliger Offizier der Nationalen Volksarmee kann ich einfach nur den Kopf schütteln, was der Verwaltungsapparat Bundeswehr überhaupt noch zu Stande bekommt…..
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              Fragender schrieb um 15:46 Uhr am 02.12.2025:
              Da war der Spediteur schon in Burg und stellt sein Fahrzeug, öffentlich zugänglich, vor dem Hotel ab.
              Konnte er nicht mehr liefern?
              Hatte die Bundeswehr schon Feierabend?
              D.h. wenn der Russe am Abend kommt steht er vor verschlossenen Türen. Am Tage fehlt dann die Munition.....
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                Ina schrieb um 06:46 Uhr am 02.12.2025:
                Wie kann es sein, dass quasi vor dem Kasernentor noch übernachtet werden muss?
                Ach so, die Spedition kam erst 16:15 an.
                Und ich vergaß: um 16 Uhr ist Feierabend bei der Bundeswehr.

                Keine weiteren Fragen...
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                  Desconocida schrieb um 00:22 Uhr am 02.12.2025:
                  Hallo Hobo,
                  kann sein was du schreibst, aber die Spedition hat dann Sorge zu tragen, das das Zeugs auch ankommt bzw. wenn der LKW schon abgestellt wird, das das dann überwacht wird. Steht auch meist in den Papieren drin. Woher ich das weiß? Selbst schon gefahren und hatte in den Papieren klare Anweisungen gehabt, an die ich mich halten musste. Alles ist unversehrt angekommen, da wo es hin sollte.
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                    Egal schrieb um 22:59 Uhr am 01.12.2025:
                    Hallo hobo,
                    ach so - normal?
                    Hier sind mittlerweile soviel Dinge normal das man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.
                    Gute Nacht.
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                      Hahn schrieb um 22:12 Uhr am 01.12.2025:
                      Wenn die BW schon in Friedenszeiten nicht einmal diese Versorgung mit militärischen Gütern gewährleisten kann, was soll dann erst im Kriegsfall passieren?? Vom Hotel im Gewerbegebiet sind es 2 km bis zur CvC-Kaserne! Wie will die BW denn den Schutz ihrer Kasernen, Lager, Technik gewährleisten? Wann werden die demnächst Panzer, SPW, Haubitzen, Flugzeuge und Kampfschiffe "entwendet"? Muss die BW zum Schutz des Volkes zuständig oder muss sie selbst von zivilen Diensten bewacht werden? Ja, täglich werden mit den Paketdiensten auch Waffen und Munition für Jäger und Sportschützen zugestellt, auch in diesen Größenordnung, aber die Polizei und BW sollte ihr eigenes Wehrmaterial schon selbst transportieren!!! Armes Deutschland!
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                        Alf schrieb um 17:03 Uhr am 01.12.2025:
                        Scharfe Munition an einen Privaten Spediteur zu übergeben ist schon ein Verstoß gegen das Waffengesetz.
                        Diese Bundeswehr soll uns im Ernstfall schützen, oh Gott...........
                        • hobo schrieb um 19:33 Uhr am 01.12.2025:
                          Bitte informieren.
                          Munitionslieferungen über Speditions- oder Paketdienste sind erlaubt und finden jeden Tag in diesem Land statt. Der Dienstleister muss dafür zertifiziert sein und fertig.
                          Also an sich ein völlig normaler Vorgang.
                          Und ob der Spediteur seine Pflichten nicht erfüllt hat, werden die Ermittlungen ergeben.