Die Polizei Jerichower Land konnte bislang lediglich bestätigen, dass militärische Fracht aus einem Transporter vor einem Hotel im Burger Gewerbegebiet gestohlen wurde und dementsprechende Ermittlungen liefen. Die Bundeswehr liefert nun erschreckende Details zur Art und Menge des Diebesguts.
Folgende Munition wurde gestohlen:
- 10.000 Schuss Gefechtsmunition (9mm x 19, für Pistolen)
- 9.900 Schuss Manövermunition (5,56mm x 45, für Gewehre)
- 15 Stück Pyrotechnische Munition (Rauch)
Eine besondere Gefahr geht dabei von den 9mm-Patronen aus: Dies ist das weltweit am häufigsten verwendete Kaliber für Pistolen und Maschinenpistolen. Es ist scharfe, tödliche Munition. Die Manövermunition, die beispielsweise für Übungen mit dem G36 genutzt wird, verfügt hingegen über keine scharfen Projektile.
Der Diebstahl ereignete sich, als der Transport in die Verantwortung eines zivilen Spediteurs übergeben worden war. Aus dem über Nacht abgestellten Anhänger des Transportfahrzeugs wurde die Munition entwendet. Der Aufbruch des Anhängers wurde erst bei der Anlieferung an der Wache der Clausewitz-Kaserne in Burg festgestellt.
Ermittlungen laufen weiter
"Wir nehmen den Vorfall sehr ernst und prüfen den Vorgang umfassend. Dabei unterstützen wir die Ermittlungsbehörden bei allen weiteren Schritten", erklärte ein Sprecher des Unterstützungsbereiches der Bundeswehr auf Anfrage des Meetingpoints.
Mit der Bestätigung des Diebstahls von knapp 20.000 Patronen erhalten die Spekulationen um eine Sicherheitslücke auf dem Transportweg nun traurige Gewissheit.
Zu möglichen Hintergründen oder zu sicherheitsrelevanten Abläufen während des Transports wollte sich der Sprecher aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit nicht äußern. Der Diebstahl wurde nach Feststellung umgehend den zuständigen Sicherheits- und Ermittlungsbehörden gemeldet.
Die Ermittlungen von Polizei und Bundeswehr zur Wiederbeschaffung der Munition laufen auf Hochtouren.
Kommentare
Michael Michalski schrieb um 13:59 Uhr am 03.12.2025:
Und jetzt, gibt es für irgendwen, oder zieht man für irgendwas, irgendwelche Konsequenzen?
Ina schrieb um 22:18 Uhr am 03.12.2025:
Konsequenzen sind das letzte, das in Deutschland gezogen wird.
In allergrößter Bedrängnis kann man sich immer noch hinter dem Datenschutz verstecken. Hilft garantiert.
Andy schrieb um 08:51 Uhr am 03.12.2025:
Mal wieder ist in Sachsen-Anhalt Munition abhanden gekommen ...
Beitrag vom MDR:
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/jerichow/burg-bundeswehr-munition-diebstahl-118~amp.html
Meiner Meinung nach können das nur Eingeweihte getan haben, da es nicht das erste Mal ist, dass Munition verschwindet. Das ist ja schon öfter bei der Wortmarke „POLIZEI“ vorgekommen — da sind auch schon mehrere Waffen abhanden gekommen. Es liegt doch der Verdacht nahe, dass die Bediensteten der POLIZEI sich privat selbst Waffen und Munition beschaffen. Auch ist es bedenklich, wenn sie in eigener Sache ermitteln und dann hinterher behaupten, die Russen wären es gewesen oder so.
Egal schrieb um 22:38 Uhr am 02.12.2025:
horst schlechte schrieb um 22:31 Uhr am 02.12.2025:
Wilhelm schrieb um 19:37 Uhr am 02.12.2025:
Peter schrieb um 16:16 Uhr am 02.12.2025:
Als ehemaliger Offizier der Nationalen Volksarmee kann ich einfach nur den Kopf schütteln, was der Verwaltungsapparat Bundeswehr überhaupt noch zu Stande bekommt…..
Fragender schrieb um 15:46 Uhr am 02.12.2025:
Konnte er nicht mehr liefern?
Hatte die Bundeswehr schon Feierabend?
D.h. wenn der Russe am Abend kommt steht er vor verschlossenen Türen. Am Tage fehlt dann die Munition.....
Ina schrieb um 06:46 Uhr am 02.12.2025:
Ach so, die Spedition kam erst 16:15 an.
Und ich vergaß: um 16 Uhr ist Feierabend bei der Bundeswehr.
Keine weiteren Fragen...
Desconocida schrieb um 00:22 Uhr am 02.12.2025:
kann sein was du schreibst, aber die Spedition hat dann Sorge zu tragen, das das Zeugs auch ankommt bzw. wenn der LKW schon abgestellt wird, das das dann überwacht wird. Steht auch meist in den Papieren drin. Woher ich das weiß? Selbst schon gefahren und hatte in den Papieren klare Anweisungen gehabt, an die ich mich halten musste. Alles ist unversehrt angekommen, da wo es hin sollte.
Egal schrieb um 22:59 Uhr am 01.12.2025:
ach so - normal?
Hier sind mittlerweile soviel Dinge normal das man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.
Gute Nacht.
Hahn schrieb um 22:12 Uhr am 01.12.2025:
Alf schrieb um 17:03 Uhr am 01.12.2025:
Diese Bundeswehr soll uns im Ernstfall schützen, oh Gott...........
hobo schrieb um 19:33 Uhr am 01.12.2025:
Munitionslieferungen über Speditions- oder Paketdienste sind erlaubt und finden jeden Tag in diesem Land statt. Der Dienstleister muss dafür zertifiziert sein und fertig.
Also an sich ein völlig normaler Vorgang.
Und ob der Spediteur seine Pflichten nicht erfüllt hat, werden die Ermittlungen ergeben.