In der Sekundarschule in Möser hat ein Mann mehrere Kinder angesprochen. Es ist nicht das erste Mal, dass er sich einer Schule oder Kita nähert. Eltern sind beunruhigt. Was steckt hinter der Situation? Wir haben den aktuellen Stand mit einer Sprecherin des Polizeireviers besprochen:
Ja, es ist richtig, dass ein älterer Mann am vergangenen Freitag Nachmittag Kinder in der Sekundarschule angesprochen hat. Das sagte eine Polizeisprecherin dem Meetingpoint. Bei dem Mann handelt es sich um einen älteren, grauhaarigen, 71-jährigen Mann aus dem Jerichower Land. Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Mann aus dem Jerichower Land einer Schule oder Kitas nähert. Vor Jahren hatte er sich nach Angaben des Elternkuratoriums in der Nähe der Europa-Kita in Gerwisch aufgehalten und sich fälschlicherweise als Professor ausgegeben.
Erzieher und die Kita-Leitung seien erneut sensibilisiert worden. Die Vertreter des Kuratoriums informierten die Eltern sachlich über den aktuellen Fall an der Schule in Möser. Das Kuratorium verweist darauf, Nachbarn, Freunde und Familie für die Situation zu sensibilisieren. Wer auf den Mann trifft sollte direkt die Polizei rufen. (110)
Keine Gefahr
Auf die konkrete Nachfrage bei der Polizei, ob von dem Mann eine Gefahr ausgehe, wurde dies verneint. Der Mann sei Mathematiker und wolle den Kindern sein Wissen weitergeben. Dass er Kindern etwas antun oder sie gar entführen würde, verneinte die Polizei.
Doch bereits handgreiflich geworden
Nach Informationen des Meetingpoints sei der Mann gegenüber Kindern bereits handgreiflich geworden. Er soll ein Kind Hand am Handgelenk gepackt haben und nach einem anderen Kind mit seinem Fuß getreten haben.
Polizei mit Mann in Kontakt
Die Beamten hatten bereits mit dem Mann gesprochen. Im Raum steht eine mögliche Demenz, die für sein Verhalten sprechen könnten. Die Polizei hat gegenüber dem Mann eine Gefährderansprache gehalten. Auch wurde ein Platzverweis von der Schule in Möser ausgesprochen. Der gilt gesetzlich für zwei Wochen und muss dann erneut von der Polizei ausgesprochen werden. Es obliegt der Schule dem Mann ein dauerhaftes Hausverbot aufzuerlegen.
Landkreis soll sich einschalten
Die Ermittlungen der Polizei zu dem 71-Jährigen dauern an. Der Gesundheitszustand des Mannes muss geklärt werden, sagte die Polizeisprecher. Der sozial psychiatrische Dienst (beim Landkreis JL angesiedelt) müsse dies bewerten. Die Polizei hatte zudem einen Brief an die Schule und Eltern in Bezug auf das Verhalten des Mannes geschickt. Gegen den 71-Jährigen hatten bereits mehrere Eltern Anzeige bei der Polizei erstattet.