Logo

Elbe-Parey: Erneuerbare Energien für einen soliden Haushalt

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 31.08.2025 / 16:03 Uhr von ub
In der Sitzung des Gemeinderates am 2. September, um 19 Uhr, in der Aula des Grundschulzentrums Elbe-Parey, An der Heide 4a in Güsen, wird auch über mehrere Aufstellungsbeschlüsse zur Errichtung von Wind- und Solaranlagen sowie von zwei Batteriespeichern entschieden. Bereits im Vorfeld und in vorangegangenen Sitzzungen sorgten diese für teils emotionale, nicht immer sachliche Diskussionen. 
Meetingpoint hat mit der Bürgermeisterin der Gemeinde Elbe-Parey, Nicole Golz, über das Thema gesprochen.

Davon ausgehend, dass alle zur Diskussion stehenden Anlagen errichtet werden, würden in der Gemeinde Elbe-Parey dann theoretisch 96 MW aus Windenergie sowie 417 MW aus Photovoltaik produzierbar. Der daraus resultierende Ertrag für die Gemeinde beliefe sich auf 634.000 Euro (EEG-Umlage 0,2 Cent je produzierte kWh), die Umsatzsteuer käme noch hinzu. Wir wollten wissen, wofür diese Mittel Verwendung finden könnten.

„An erster Stelle steht für mich die Subventionierung des Schul- und Kitaessens. Am Beispiel Osterburgs ist ersichtlich, welche positiven Auswirkungen dies für die gesamte Gemeinde hat. Denn gerade die Unterbringung und günstige Versorgung der Kinder ist wie ein Magnet für junge Familien, sorgt dort für Zuzug“ so Nicole Golz. Mit dem Zuzug junger Familien könne dem demographischen Wandel entgegengewirkt werden. Denn sinkende Einwohnerzahlen hätten letztlich auch sinkende Zuweisungen an die Gemeinde zur Folge.

„Wir könnten einige dringend gebotene Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur umsetzen. Ganz oben auf der Liste stehen für mich da die Erneuerung von Straßen sowie die Straßenbeleuchtung. Auch die Erneuerung der Spielplätze in Derben und Bergzow könnten in Angriff genommen werden“ zählt die Bürgermeisterin auf.

In den vergangenen Tagen haben sich sowohl der Ortschaftsrat Güsen (für die in deren Zuständigkeit liegenden drei Projekte) sowie der Bauausschuss und der Hauptausschuss mehrheitlich gegen die Aufstellungsbeschlüsse entschieden. Der Richtigkeit halber muss erwähnt werden, dass der Planung für die mögliche Errichtung von Batteriespeichern in Ferchland und Güsen zugestimmt wurde. Wir wollten wissen, was dies für die finanzielle Zukunft der Gemeinde bedeutet.

„Wir sollten zumindest erst einmal in die Verfahren gehen“ so der Appell der Bürgermeisterin. „Im Schnitt dauern diese Prozesse bis zu 18 Monaten, bevor auch nur ein Baugerät irgendeine Veränderung vornehmen kann. Erst der Aufstellungsbeschluss ermöglicht die Beteiligung der Gemeinde. Wir haben sodann die Öffentlichkeit zu informieren und den Planentwurf öffentlich auszulegen, damit die Bürger sich ein Bild machen und ihre Belange vorbringen können. Die Kosten für das gesamte Verfahren trägt der Investor“ erklärt Nicole Golz.

Aktuell sieht es in Elbe-Parey nicht so aus, als könnten Erneuerbare Energien zusätzliches Geld in die Kassen der Gemeinde bringen. Wir wollten von der Bürgermeisterin wissen, was dies für den Haushalt der Gemeinde kurz- und mittelfristig bedeutet: „Vor einigen Tagen wurden uns die Zahlen der Schlüsselzuweisungen nach FAG (Finanzausgleichsgesetz) übermittelt. Demnach reduziert sich der Zuweisungsbetrag um 588.000 Euro. Mittel, die im Haushalt fest eingeplant waren. Bleiben nun noch die möglichen Erträge aus den EEG-Umlagen aus, müssen wir in die Konsolidierung gehen. Dies würde bedeuten, dass wir bei den Personalkosten reduzieren müssten. Die kostenfreie Nutzung der Sporthallen und Gemeindehäuser wäre ebenfalls nicht mehr möglich und auch die bisher gezahlten Zuschüsse an die Vereine würden entfallen. Um nur einige der kurzfristigen Maßnahmen zu nennen. Bis Ende September werden wir unsere Finanzplanung neu aufstellen, um dann auch die Bürger informieren zu können. Klar ist aber, wenn wir uns gegen die Aufstellungsbeschlüsse entscheiden, fehlen uns schon im Jahr 2026 mehr als 1 Mio. Euro in der Haushaltskasse“.

Meetingpoint wird die Sitzung des Gemeinderates am kommenden Dienstag verfolgen und euch im Anschluss zeitnah über die Ergebnisse informieren.

Bilder

Dieser Artikel wurde bereits 3.822 mal aufgerufen.

Werbung

Kommentare

  •  
    Herr schrieb um 21:35 Uhr am 03.09.2025:
    Hurra, die Bananenrepublik Elbe -Parey hat einen Rückschlag erlitten.
    Die Korruption in der Gemeinde ist zwar noch immer allgegenwärtig, aber nun muss Mann sehen was daraus wird.
    Fakt ist, die Gemeinde führt ein Eigenleben, nur für sich.
    Ab Freitag Mittag gibt es keine Gemeinde mehr, Ordnungsbehörden sind im Feierabend. Lkw parken wo sie wollen, usw.
    Die Gemeinde ist eine Bananenrepublik ohne seines Gleichen.
    Ich arbeite ebenfalls im öffentlichen Dienst, aber eben im einem anderen Landkreis, da wird Korruption schneller verfolgt und verhindert
    Nur hier in der Gemeinde ist es möglich ein Eigenleben zu führen.
    .
    •  
      Ein stolzer Güsener schrieb um 21:03 Uhr am 01.09.2025:
      Hallo zusammen, also mir grauelt es... Also was hier teilweise geschrieben wird ist ja wirklich unter aller Sau... Öffentlich würde sowas garantiert keiner sagen, weil er weiß, dass es nicht stimmt. Nur hier... Schade. Der Leidtragende ist mal wieder der einfache Bürger, der sich von den Meinungen sorgloser Unternehmer, Wichtigtuer und Förster vorschreiben lassen muss, wie eine Lebenswerte Gemeinde auszusehen hat. Dieser Einwurfzettel heute war ja wieder die Krönung. Wie hier Hetze betrieben wird, fast wie bei der AfD, ganz schlimm muss ich sagen. Wenn das so weiter geht, weiß ich nicht, ob das wir so eine Gemeinschaft sind, wenn jeder nur an sich denkt. Wir wollen hier alle gut und gerne leben und da sind auch die alltäglichen Dinge entscheidend und nicht das Geltungsbedürfnis einiger weniger. Was hier an Argumenten vorgetragen wird ist nicht normal. Es wird einfach alles in einen Topf geworfen, bis man gar nicht mehr weiß worum es eigentlich geht. Die Verwirrung ist bestimmt das Ziel der Hetzkampagne a la Donald Trump und Alice Weidel, toll. Wenn man wirklich wissen will, was passiert und wie der Ablauf ist, kann sich jeder informieren, habe ich auch gemacht! Ich hoffe der Rat entscheidet vernünftig und mit Bedacht und im Sinne aller!
      Schöne Grüße
      • Herr schrieb um 13:05 Uhr am 03.09.2025:
        Sie schreiben ja auch nicht öffentlich, ich kenne niemanden mit dem Namen "Ein stolzer Güsener"!
      • Konstantin schrieb um 10:14 Uhr am 02.09.2025:
        Mit Ihrem Kommentar stellen Sie sich endgültig ins Abseits. Sie reden von Hetze!? Genau das betreiben Sie. Wenn ich raten müsste, dann würde ich sagen, dass Sie von den Windrädern nix sehen würden und dort große Flächen an Land besitzen und kräftig abkassieren würden. Und wenn das Projekt jetzt vielleicht abgelehnt wird, Sie auf hohe Pachtzahlungen verzichten müssten. Sie können sich ja heute Abend in der Versammlung outen und ihre Vorwürfe noch einmal persönlich vortragen. Mal schauen ob sie sich trauen.
    •  
      Ferchländer schrieb um 20:21 Uhr am 01.09.2025:
      Prima Derbenerin, genau auf den Punkt getroffen , in allem !!! Selbst Ehrenamt wird durch Frau '"Anwältin" zum geht nicht. Hoffe Hochmut kommt ganz schnell zum Zerfall, leider auf Kosten uns Bürgern, unserer Heimat, die den Laden dort bezahlen....echt unglaublich. Ein Unternehmer aus Ferchland...Danke Derbenerin
      •  
        Derbenerin schrieb um 21:08 Uhr am 31.08.2025:
        Hauptsache es wird auch beim geplanten Badestrand an Kühnes Loch gespart! Die Dorfbevölkerung geht doch zum größten Teil bei Gladows Loch baden. Die Hirngespinste eines neuen Strandes an Kühnes Loch spielen doch mal wieder nur dem Erlebnisdorf in die Karten. Gleiches gilt für den geplanten Fahrradweg um Kühnes Loch. Hier muss gespart werden! Ob mit oder ohne erneuerbare Energien . Und das mit der Vetternwirtschaft liegt vielen Bürgern schwer im Magen sowie die ständige Paragrafenfloskelei von Frau Golz. Den Zugang zu den Bürgern hat sie schon längst verloren! Es ist schon erstaunlich anzusehen , mit welcher Willkür der Bauhof wächst und wächst. Frau Golz, Sie führen kein freies Wirtschaftsunternehmen, Sie verschleudern Steuergelder nur für Personalkosten und Sie nehmen Bauunternehmen Aufträge und Personal .
        •  
          Ein anderer Güsener schrieb um 20:37 Uhr am 31.08.2025:
          In der Gemeinde gibt es bereits eine Vielzahl an Projekten der Erneuerbaren Energien (z.B. Windpark bei Ferchland und Parey; PV Parey; PV Bergzow und noch weitere sind bereits in Planung).
          Die Gemeinde müssten von diesen Anlagen doch schon eine ordentliche Summe an Einnahmen haben. Außerdem kann und sollte die Gemeinde, im Interesse aller und besonders der Natur, Anlagen bauen nicht bis zum unendlichen fortsetzen: kein Geld mehr da - ach kein Problem, dann bauen wir doch einfach noch ein paar Windräder...und in ein paar Jahren das gleiche Spiel.
          Die Anlagen bei Parey stehen oft genug still, wenn ich da vorbei komme. Der Strombedarf kann dann wohl nicht so hoch sein. Ich bezweifel, dass es ausreichende Infrastruktur gibt, um Strom in diesem Massen überhuapt entsprechend einspeisen zu können.
          •  
            Derbener schrieb um 19:57 Uhr am 31.08.2025:
            Es ist eine Frechheit, dass die Steinstraße in Derben auf Ihrer tollen Streichliste steht. Vor 5 Jahren haben Sie den grundhaften Ausbau in Aussicht gestellt - darum sollten wir uns damals mit der Stilllegung der Fähre anfreunden. Und trotzdem ist innerhalb von 5 Jahren nichts passiert. Lasse mich nicht mehr für dumm verkaufen.
            •  
              Güsenerin schrieb um 19:28 Uhr am 31.08.2025:
              Als ob sie das Kita- und Schulessen subventionieren würde! Sie hängt bei der QSG (dem Essenversorger der Kita's und Grundschule der Gemeinde) doch auch mit drin, da verzichtet sie bestimmt nicht auf das schöne Geld. Denkt auch, sie kann einen veräppeln...
              •  
                Unbekannt 2 schrieb um 18:44 Uhr am 31.08.2025:
                Zu unbekannt, vielleicht gibt es als nächstes eine Bananenplantage?😊
                •  
                  Herr schrieb um 18:40 Uhr am 31.08.2025:
                  Golz
                  •  
                    Herr schrieb um 18:37 Uhr am 31.08.2025:
                    Ich stimme dem Vorredner zu.
                    Der Bürger in der Gemeinde hat nichts davon. Ich selbst habe dann nur jede Menge Lärm, mein Grundstück liegt knapp 300 Meter von diesen Windkraftanlagen entfernt.
                    Ich weiß nicht wo Frau Holz wohnt, aber ihr würde es sicherlich auch nicht gefallen bei dieser Distanz. Aber bei genügend Abstand kann man ja dafür sein!