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A14-Nordverlängerung: Teilabschnitt bei Stendal verzögert sich

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 01.08.2025 / 15:52 Uhr von rt
Die Fertigstellung eines wichtigen Teilabschnitts der A14-Nordverlängerung verschiebt sich. Wie die Autobahn GmbH des Bundes mitteilt, wird der rund sechs Kilometer lange Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Lüderitz und Stendal voraussichtlich erst im Frühsommer 2026 für den Verkehr freigegeben. Ursprünglich war die Fertigstellung für Ende 2025 geplant. Wir haben alle Infos für euch dazu:


Die Verzögerung ist auf bautechnische Gründe zurückzuführen. Im Meetingpoint-Interview mit dem Pressesprecher der Autobahn GmbH Ost, Tino Möhring, wurde deutlich, dass die Absenkung eines rund 3,5 Kilometer langen Erddamms zwei Monate später eintrat als erwartet. Erst nachdem der Damm sich gesetzt hatte und die Bewegungen im Boden abklangen, konnten die weiteren Bauarbeiten fortgesetzt werden.

Neukoordinierung für Bauarbeiten im Winter

"Das bedingt, dass mit dem Einbau der Betonfahrbahn erst im September begonnen werden kann", so Möhring. Da die nachfolgenden Arbeiten wie Markierungen und Schutzeinrichtungen in die wetteranfälligste Zeit fallen, musste der gesamte Bauablaufplan angepasst werden: „Frost, Dauerregen und kurze Tage erschweren dann die Koordination.“

Möhring betont, dass es keine Kompromisse bei der Qualität geben wird, auch wenn dies eine längere Bauzeit bedeutet. "Wir wollen nicht, dass der Damm danach noch weiter absackt und Risse in der Fahrbahn entstehen", erklärt er. Die Stabilität des Untergrunds habe oberste Priorität.

Die Autobahn GmbH geht davon aus, dass die Betonarbeiten je nach Witterungslage im ersten Quartal 2026 abgeschlossen sein werden. Das anschließende Anbringen von Markierungen, Schildern und Schutzeinrichtungen wird dann die Fertigstellung des Abschnitts einleiten.

Keine zusätzlichen Kosten

Auf die Frage nach möglichen Mehrkosten aufgrund der Verzögerung gibt Möhring Entwarnung. Die Umplanung habe keine finanziellen Auswirkungen. Es handele sich lediglich um eine zeitliche Verschiebung, da die Arbeiten neu koordiniert werden mussten. Er weist zudem darauf hin, dass die Autobahn GmbH stets über den Baufortschritt informieren werde, insbesondere wenn sich der genaue Termin der Verkehrsfreigabe abzeichnet.

Bilder

Neubau der A14-Nordverlängerung nahe Tangerhütte, Quelle: Autobahn GmbH
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