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Nach Anschlag in Magdeburg: Entsetzen, Wut aber vor allem Trauer um die Opfer und tiefes Mitgefühl für die Angehörigen

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 21.12.2024 / 07:04 Uhr von ub
Schockiert und entsetzt verfolgten wir alle am gestrigen Abend die Meldungen aus Magdeburg. Ein Attentäter ist mit seinem Fahrzeug fast 400 Meter über den Magdeburger Weihnachtsmarkt gerast und hat dabei mehr als 80 Menschen verletzt, 15 davon schwerstverletzt und zwei Menschen getötet (Stand 20. Dezember 22.51 Uhr).

Die Meldungen in den sozialen Medien überschlugen sich, nachdem bekannt wurde, dass ein Auto über den Weihnachtsmarkt in Magdeburg gerast sei und dabei mehrere Menschen bewusst überfahren habe.

Kay Gericke, Bürgermeister der Gemeinde Biederitz, war gerade auf dem Blau-Weißen Weihnachtsmarkt in Gerwisch, als ihn die erste Meldung ereilte: „Es ist furchtbar, gar nicht in Worte zu fassen. Die ausgelassene, fröhliche Stimmung hier auf dem Weihnachtsmarkt endete abrupt, als die ersten Meldungen aus Magdeburg auf den Handys ankamen.“ Von da an herrschte Bestürztheit. Alle haben sich nach dem Befinden von Freunden und Bekannten in Magdeburg erkundigt.

„Schweren Herzens müssen wir die für den 21. Dezember geplanten Weihnachtsmärkte in Biederitz und Woltersdorf absagen. Diese Entscheidung wurde aufgrund der jüngsten Ereignisse auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt getroffen. Die Sicherheit und das Wohl aller Besucher stehen für uns an oberster Stelle. Wir danken für Ihr Verständnis. Wir sprechen unser tiefstes Mitgefühl allen Betroffenen und deren Angehörigen aus. Bürgermeister Kay Gericke Ortsbürgermeister Woltersdorf Thomas Lammich Vorsitzender des DJK Jens Röttig“ war kurze Zeit später auf Facebook zu lesen.

Auch Landrat Steffen Burchhardt äußerte sich bestürzt: „Ich bin schockiert und fassungslos. Familie und Freunde waren heute auf dem Weihnachtsmarkt und hatten Glück. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und unser Dank geht an alle Rettungskräfte, die sich dieser schweren Situation stellen. Es gibt viel Schlimmes auf der Welt und man denkt manchmal, dass es weit weg ist. Dieser Tag zeigt, dass es überall Terror gibt.“

Die Fußballer des 1. FC Magdeburg, die zur Zeit des Anschlags in Düsseldorf auf dem Platz standen, erfuhren während des Spiels von den Ereignissen in Magdeburg. Sie haben gewonnen, aber nicht gejubelt: „Wenn Fußball zur Nebensache wird – der FCM ist geschockt und in Gedanken bei den Betroffenen rund um die schrecklichen Ereignisse am Magdeburger Weihnachtsmarkt. Das Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf gewann unser Club mit 5:2, aber ehrlich gesagt fällt es uns auch gerade schwer, Worte zu finden. Deshalb endet der Spielbericht hier. #F95FCM #EINMALIMMER“

Auf unserer Facebook-Seite gab es schon am gestrigen Abend zahlreiche Kommentare zu den schrecklichen Ereignissen. So schrieb unsere Leserin Silke Frenzel: „Unfassbar. Mein Beileid den betroffenen Menschen in der traurigen Situation.“ „Große Vielzahl an Einsatzkräften sind auf dem Weg. Meine Güte, traurig was passiert ist!“ kommentierte René Miehle und Sandra Neumann schrieb: „Oh Mann ... bin schockiert ... schlimm für die ganzen Opfer und deren Angehörige ...“

Wie bereits die Weihnachtsmärkte in Biederitz und Woltersdorf, wurden zahlreiche weitere Veranstaltungen abgesagt. So informierten Festung Mark, Luises Wintergarten, Adventsmarkt mit Kulturprogramm, Eisbahn im Festungshof: „Wir sind zutiefst erschüttert von den jüngsten Geschehnissen auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt. Unsere Gedanken sind bei allen Opfern und Angehörigen! Aufgrund dieser furchtbaren Ereignisse sehen wir uns außer Stande die Veranstaltungen an diesem Wochenende wie gewohnt stattfinden zu lassen. Deshalb wird die Eisbahn am Samstag und Sonntag geschlossen bleiben. In Absprache mit dem Veranstalter wird auch das Konzert mit Westbam und K-Paul nicht stattfinden. Über einen Ersatztermin werden wir zeitnah informieren. Die Karten behalten ihre Gültigkeit. Auch unser Adventsmarkt in Luises Garten bleibt an diesem Wochenende geschlossen. Bezüglich der Candlelight-Konzerte stehen wir in Kontakt mit den Organisatoren und werden morgen früh eine Entscheidung bekannt geben.“

Viele Ärzte kämpfen um das Leben der Schwerstverletzten, die Untersuchungen zu den Hintergründen des Attentats laufen derzeit noch, sicher ist aber, die Ereignisse und Bilder des 20. Dezember 2024 auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt werden uns allen noch lange in Erinnerung bleiben.

Bilder

Der Unglücksort, der Alte Markt in Magdeburg.
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