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"Wir haben nur das eine Herz und das ist lebenswichtig."

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 09.06.2024 / 10:05 Uhr von ar/pm
Die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen nimmt in Sachsen-Anhalt immer noch einen hohen Anteil an der Gesamtzahl der Sterbefälle ein. Angesichts der Herzwoche will die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) auf diese Erkrankungen aufmerksam machen.

Vor diesem Hintergrund engagieren sich die Vertragsärzte und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) sowie viele weitere Akteure seit 2018 bei den Herzwochen in Sachsen-Anhalt.
Der Fokus der aktuell laufenden 5. Herzwoche unter dem Motto „#herzenssache – Mach’ Deinem Herzen Beine“ liegt darauf, die individuelle Gesundheitskompetenz zu erhöhen. Es geht darum, individuelle Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auszumachen, für einen gesunden und aktiven Lebensstil zu motivieren, Warnzeichen eines Herzinfarkts zeitig zu erkennen und Maßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung ergreifen zu können.

„Es ist und bleibt wichtig, dass jeder seinem Herzen ausreichend Aufmerksamkeit schenkt und auf seine Herzgesundheit achtet“, betont Dr. Jörg Böhme, Vorstandsvorsitzender der KVSA, und appelliert: „Jedem sollte bewusst sein: Wir haben nur das eine Herz und das ist lebenswichtig.“

Der Dank gilt den Ärzten:
Kommt es zu Beeinträchtigungen oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, können sich die Patienten auf die Vertragsärzteschaft verlassen. Die 1.200 Hausarzt- sowie kardiologisch tätigen Facharztpraxen im Land sind auf eine umfassende ambulante Versorgung von Herzerkrankungen eingestellt, so die KVSA. „Die Patienten können sich also bestmöglich versorgt wissen – weil den Ärzten und ihren Praxisteams die Herzgesundheit ihrer Patienten wortwörtlich am Herzen liegt“, weiß Dr. Jörg Böhme und dankt ihnen für ihr Engagement.

Sein Dank gilt somit auch Dr. Julia Steinicke. Jörg Böhme und Landesgesundheitsministerin Petra Grimm-Benne haben die Fachärztin für Allgemeinmedizin, die in Magdeburg ihre Praxis hat, im Rahmen der Herzwoche besucht, um mit ihr über das Thema Herzgesundheit ins Gespräch zu kommen.

Das sagen Steinicke und Grimm-Benne dazu:
Ministerin Grimm-Benne: „Die Ärzteschaft ist bei Gesundheitsthemen oftmals erster Ansprechpartner für die Patienten. Eine erfolgreiche Präventionsarbeit kann hier ansetzen, wo ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient besteht. Daher bin ich froh, dass wir bei der landesweiten Herzwoche wieder auf die zahlreichen Mediziner als Multiplikatoren bauen können, die der Bevölkerung in ihrem Umfeld eine herzgesunde Lebensweise näherbringen.“

Dr. Julia Steinicke steht für viele Vertragsärzte, die am strukturierten Behandlungsprogramm „Koronare Herzkrankheit“ teilnehmen. Als koordinierende Ärztin ist sie erste Ansprechpartnerin, taktet die Behandlung ein und überweist bei Bedarf an Fachärzte. „Viele meiner Patienten haben schon seit Jahren Herzerkrankungen, leben damit aber gut, weil sie dank des Programmes für ihr Alter und ihre Begleiterkrankungen bestmöglich versorgt sind“, sagt die Hausärztin.

Hintergrund:
Die KVSA gehörte 2004 mit zu den ersten Kassenärztlichen Vereinigungen, die mit gesetzlichen Krankenkassen strukturierte Behandlungsprogramme, sogenannte Disease-Management-Programme (DMP), für Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK, Erkrankung der Herzkranzgefäße) vereinbart haben. Im Rahmen des DMP KHK werden pro Quartal mehr als 60.000 Patienten aus Sachsen-Anhalt behandelt. Ziele sind, die Lebenserwartung des Betroffenen zu erhöhen und die Lebensqualität, die durch die Herzerkrankung beeinträchtigt ist, zu verbessern beziehungsweise zu erhalten.

Bilder

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (von links), Dr. Julia Steinicke und Dr. Jörg Böhme, Vorstandsvorsitzender der KVSA, an einem Herzmodell (Quelle: KVSA)
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