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Mehr als 2.100 Einsätze für Diensthunde der Landespolizei im vergangenen Jahr

  • Erstellt: 12.02.2024 / 09:05 Uhr von rg/pm
Ob Banknotenspürhund „Quax“ aus der Polizeiinspektion (PI) Stendal oder Schäferhund „Loki“, der als Sprengstoffspürhund in der PI Halle (Saale) seinen Dienst verrichtet – die Diensthunde der Landespolizei haben im vergangenen Jahr wieder ganze Arbeit geleistet, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums mit.

Im Jahr 2023 waren die 82 Polizeihunde in 2.154 Einsätzen insgesamt über 7.200 Stunden unermüdlich auf der Suche nach Fährten, Sprengstoff, Rauschgift, Leichen, Banknoten, Brandmitteln und Datenträgern.

Innenministerin Tamara Zieschang: „Unsere Diensthunde sind eine wertvolle Unterstützung für die Landespolizei und komplettieren neben technischer Unterstützung ihre menschlichen Teampartner. Unsere vierbeinigen Kollegen sind unersetzlich bei der Suche nach vermissten Personen, der Verfolgung von Straftätern und beim Aufspüren unterschiedlichster Beweismittel. Für die Ausbildung, Haltung und Einbindung des Diensthundes in das Familienleben danke ich allen Polizistinnen und Polizisten in den Diensthundführereinheiten sehr. Sie machen aus einem niedlichen Welpen einen vielseitigen Helfer in der Not.“

Mit über 1.300 Einsätzen kamen Fährtenspürhunde im Jahr 2023 am häufigsten zum Einsatz. Auf das Können von Rauschgiftspürhunden wurde in mehr als 200 Einsätzen zurückgegriffen, Sprengstoffspürhunde waren rund 160 Mal, a-typische Personenspürhunde etwa 80 Mal und Leichenspürhunde 35 Mal im Einsatz.

Ein Beispiel: Im vergangenen Jahr begab sich eine Fährtenspürhündin auf die Suche nach einer Frau, die mit suizidaler Absicht als vermisst gemeldet wurde. Anhand eines Kopfkissenbezuges konnte die Fährte aufgenommen werden. Nach etwa zwei Kilometern entlang der Saalepromenade in Halle (Saale) wurde die Vermisste wohlbehalten aufgefunden.

Im Jahr 2023 wurde außerdem erstmalig ein Anwesenheitsspürhund ausgebildet. Mit dieser zusätzlichen Ausbildung ist der Diensthund in der Lage, über eine Geruchsvorgabe die Anwesenheit eines Tatverdächtigen beispielsweise unter Schaulustigen am Tatort nachzuweisen.

Hintergrund:
Für das Diensthundwesen in Sachsen-Anhalt ist die Diensthundführerschule (DHFS) in Pretzsch Dreh- und Angelpunkt. Hier werden neue Diensthunde für die Landespolizei angekauft, für den Außendienst vorbereitet, ausgebildet und während ihrer gesamten polizeilichen Tätigkeit immer wieder geschult. Ein Teil der Diensthunde in Sachsen-Anhalt ist bereits dual ausgebildet. Das heißt, dass sie neben der Schutzhundausbildung eine weitere Spezialrichtung erlernen. Für die Qualifikation zum Schutzhund müssen die Diensthunde ihre Fähigkeiten in den Bereichen Nasenarbeit, Gehorsam und Schutzdienst unter Beweis stellen. Nach einer erfolgreich bestandenen Schutzhundprüfung folgt in der Regel die Spezialausbildung.

Die Hunderassen sind dabei genauso abwechslungsreich wie ihre Einsatzgebiete. Neben dem deutschen oder auch belgischen Schäferhund, vorwiegend des Typs „Malinois“, stehen Labradore, Weimaraner, Terrier-Mix, Australian Shephard, Gebirgsschweißhunde, Bracken-Mix, also Jagdrassen sowie Mischlingsgattungen aus Jagdrassen zur Verfügung.

Bilder

Diensthund „Django“, Foto: Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt
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