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60 Jahre Unterzeichnung Élysée-Vertrag und 20 Jahre Deutsch-Französischer Tag

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 23.01.2023 / 08:03 Uhr von mz/pm
Gestern wurde zum 20. Mal der Deutsch-Französische Tag begangen. Er symbolisiert die Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland, thematisiert die bilateralen Beziehungen vor allem in Bildungseinrichtungen beider Länder und macht Kinder und Jugendliche mit dem jeweiligen Nachbarland bekannt.

Der Tag wurde im Rahmen der Würdigung des Élysée-Vertrags geschaffen, der vor 60 Jahren unterzeichnet wurde.

Bildungsministerin Eva Feußner anlässlich der beiden Jubiläen: „Der Deutsch-Französische Tag erinnert uns daran, dass die Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich für den Frieden und die Zusammenarbeit in Europa von unschätzbarem Wert ist. In Sachsen-Anhalt haben wir in den vergangenen Jahrzehnten vor allem im Bildungsbereich enge Beziehungen zu unseren französischen Nachbarn aufbauen können und ich freue mich darauf, die Brücke zwischen unseren Ländern weiter zu stärken."

Statistische Angaben:
Im Schuljahr 2021/2022 nahmen an allgemeinbildenden Schulen 21.306 Schülerinnen und Schüler am Französischunterricht teil (Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt).

Das sogenannte Abi-Bac-Programm wird an zwei Schulen, der Latina August Hermann in Halle und dem Internationalen Gymnasium Pierre Trudeau in Barleben, angeboten. Es handelt sich um ein Programm, bei dem Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, nicht nur die deutsche Hochschulreife, sondern auch das französische Baccalauréat zu erwerben. Der Abschluss wird in beiden Ländern als Hochschulreife vollwertig anerkannt.

Französischlernende Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt haben die Möglichkeit, das Sprachdiplom Diplôme d’études de langue française (DELF) abzulegen, um ihre Französischkenntnisse prüfen und abbilden zu lassen. Im Prüfungsjahr 2022 haben 266 Schülerinnen und Schüler teilgenommen.

Es bestehen mit Frankreich 32 aktive Schulpartnerschaften. 16 weitere Schulen bekunden ihr Interesse an einer Partnerschaft mit Frankreich (Stand 19.12.2022).

Projekte
Die Zusammenarbeit mit der Partnereinrichtung des Ministeriums für Bildung Sachsen-Anhalt, der Académie Orléans-Tours, welche sich in der Region Centre-Val de Loire befindet und dem Französischen Bildungsministerium direkt unterstellt ist, gestaltet sich seit vielen Jahren intensiv und auf hohem Niveau. Im Zentrum der gemeinsamen Arbeit steht neben dem inhaltlichen Austausch zu bildungspolitischen Themen auch die Durchführung konkreter Austauschmaßnahmen. Dies betrifft insbesondere die Organisation und Durchführung von Hospitationspraktika für Lehr- und Führungskräfte in der Partnerregion, die Organisation und Durchführung von Fortbildungen für Lehrkräfte, die Vermittlung von Partnerschulen in der Partnerregion und die Vermittlung von Austauschpartnern für individuelle Schüleraustausche.

Nach einem Besuch des Präsidenten der französischen Partnerregion Centre-Val de Loire in Sachsen-Anhalt Ende Januar 2013 anlässlich des Festaktes zum 50-jährigen Jubiläum des Elysée-Vertrages ist das gemeinsame Geschichtsprojekt „SICH ERINNERN, SICH BEGEGNEN - MÉMOIRES CROISÉES“ zum Thema Erinnerungskultur entwickelt worden [KLICK]. Im Zentrum dieses deutsch-französischen Geschichtsprojektes stehen die Frage der pädagogischen Vermittlung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs und die Erinnerung an den Holocaust. Seit 2016 findet wechselseitig in der Partnerregion eine gemeinsame Gedenkstunde der Schülerinnen und Schülern zum Gedenktag der Opfer des Holocaust statt. Aktuell werden etwa 45 Schülerinnen und Schüler aus Sachsen-Anhalt und der französischen Partnerregion Centre-Val de Loire vom 25. bis 27. Januar 2023 in Magdeburg und der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe/Gardelegen erstmalig nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie wieder zur gemeinsamen Projektarbeit und dem gemeinsamen Gedenken anlässlich des Holocaustgedenktages zusammenkommen.

Da die Zusammenarbeit mit Frankreich für Sachsen-Anhalt einen besonderen Stellenwert hat, wird diese durch die am Ministerium für Bildung angesiedelte französische Sprachattachée und Beauftragte des Institut français Deutschland für die deutsch-französische Sprach- und Bildungskooperation in Sachsen-Anhalt sowie die an der Staatskanzlei angesiedelten Kulturattaché und Beauftragte für deutsch-französische Angelegenheiten in Sachsen-Anhalt in besonderer Weise unterstützt und gefördert. Mit dem Ziel, künftig noch mehr jungen Schülerinnen und Schülern in Ostdeutschland die französische Sprache näher zu bringen und sie dafür zu begeistern, Zeit im Ausland zu verbringen, unterstützt das Land Sachsen-Anhalt seit 2021 auch finanziell das Programm FranceMobil. Französische Lektorinnen und Lektoren reisen dabei an Schulen, um auf spielerische Weise die Angst vor der neuen Sprache zu nehmen und den Schülerinnen und Schüler zu zeigen, was sie schon alles auf Französisch kennen. In Sachsen-Anhalt war das FranceMobil 2022 insgesamt bei 25 Einsätzen in Schulen unterwegs.

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Kommentare

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    Frankreich nahm uns unser starkes Geld schrieb um 16:42 Uhr am 23.01.2023:
    Frankreichs Präsident François Mitterrand hatte vor der Unterzeichnung des „2+4- Vertrages“ verlangt, dass Deutschland seine starke Währung „D-Mark“ aufzugeben hat.

    Deshalb hat man uns 1999- 2002 die Weichwährung „Euro“ zugeschustert.
    Obwohl die Mehrheit der Bürger und Politiker vor diesem ungleichen Währungszusammenschluß gewarnt hat und das nicht wollte, wurde mit der Werbeparole „Stark wie die Mark“ intensiv dafür geworben.

    Bereits mit der Bargeldeinführung zeigten die sich ersten Verwerfungen. Bei der Preisgestaltung gab es nicht wenige, die ihren Reibach machen wollten und den Ziffernbetrag gelassen haben, aber „DM“ gegen „Euro“ getauscht hatten.

    2008 kam der erste Zusammenbruch durch die „Mittelmeer- Euro- Betrügerstaaten“ (O-Ton EU- Kommissionspräsident José Manuel Durão Barroso), die vielen Menschen ihr mühsam zusammengespartes Geld nahm.

    2021 gab es durch die Einführung der CO2- Abgabe in Deutschland zur Finanzierung der sog. „EU“ die nächste inflationäre Verwerfung bis 10 Prozent, die den Menschen noch immer ihren Lebensstandard verschlechtert.
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      Frage schrieb um 11:25 Uhr am 23.01.2023:
      Da konnten sich die Politiker wieder selbst feiern. Ich finde es schon seltsam wenn Herr Macron, Frau Baerbock und viele mehr von Europa sprechen und die EU meinen(Großmannssucht).
      Zu Europa gehören schließlich auch Länder wie die Türkei, Serbien, Belarus, Island, die Schweiz und auch Russland.
      Europa hat rund 50 Staaten, davon gehören nur 27 zur EU.