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Von Eiskobolden, einem düsteren Spiegel und der wahren Freundschaft: „Die Schneekönigin“ feiert Premiere am Magdeburger Theater

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 27.11.2022 / 09:03 Uhr von cl
Eiskobolde im Dienst der Schneekönigin haben für sie einen Spiegel angefertigt. Er besitzt die Eigenschaft, dass alles Gute und Schöne, was sich darin spiegelt, fast zu nichts zusammenschwindet. Eines Tages zerspringt der düstere Spiegel in unzählbar viele Stücke, die sich über die ganze Welt verteilen. Einer der Splitter trifft den fröhlichen Jungen Kay – und verändert damit sein Leben. Das Theater Magdeburg legt die traditionelle Geschichte der „Schneekönigin“ in diesem Jahr als Weihnachtsmärchen für Groß und Klein neu auf. Wir haben mit dem Hauptdarsteller Oktay Önder gesprochen:

Zur Geschichte:
Gerda und Kay sind unzertrennlich, die Welt der Eiskobolde kümmert sie wenig. Bis Kay von zwei Splittern des Zauberspiegels getroffen wird. Der Spiegelt war zuvor zersprungen und die Scherben hatten sich in aller Welt verteilt. Plötzlich ist Kay kalt und abweisend und folgt der Schneekönigin in ihren Palast. Gerda versteht die Welt nicht mehr. Doch sie gibt ihren Freund nicht auf und macht sich auf die Reise, ihn zu suchen. Schon bald bekommt sie es mit den grantigen Eiskobolden zu tun, muss sich einen anhänglichen Prinzen vom Hals halten, kreuzt die Klinge mit einem frechen Räubermädchen und erhält zum Glück unerwartete Hilfe.

Hans Christian Andersen eröffnet in seinem Kunstmärchen eine magische Welt voll Abenteuer und Verführung, die ganz dazu angetan ist, das Herz der jungen Protagonistin zu verwirren. Erzählt wird von der Kraft der Freundschaft und dem Mut, in das Eigene zu vertrauen. Mit Regisseurin Clara Weyde feiert die altbekannte Geschichte in einer neuen Art Premiere in Magdeburg. Die Hauptrolle der Schneekönigin spielt der 28-jährige Schauspieler und Tänzer Oktay Önder.

Schauspieler Oktay Önder ist in der Spielzeit 2022/23 festes Ensemblemitglied am Theater Magdeburg und hat sich sehr gefreut, dass er in die Rolle der Schneekönigin schlüpfen darf. „Es geht weniger um das Geschlecht und mehr um die Seele“, erzählt der junge Schauspieler. „Am Theater ist es keine Neuheit, dass Rollen nicht geschlechtsspezifisch angelegt sind“, meint Oktay Önder. In der Vorbereitung auf das Stück hat Oktay sich tiefgründig mit seiner Rolle beschäftigt.

Ist die Schneekönigin durch und durch böse?
Diese Frage möchte Oktay nicht hundertprozentig mit „ja“ beantworten. „Sie ist keine alte Frau, aber eine alte Seele, die in einem Schneepalast lebt. Die Kobolde sind ihre einzigen Kontakte. Sie ist eifersüchtig auf die Freundschaft zwischen Gerda und Kay und sie ist wirklich davon überzeugt, dass Kay es bei ihr am besten hat“, erzählt der Hauptdarsteller, der neben seiner Hauptrolle auch noch einen Kobold, einen Räuber und einen Blumenprinzen spielt. Die Schneekönigin tritt bewusst nicht komplett in weiß auf, sondern eher in einem vergilbten Ton und mit zerknitterter Kleidung. Auch eine Krone trägt sie nicht – was sie stattdessen trägt, bleibt bis zur Premiere ein Geheimnis.

Sechs Darsteller lassen das Märchen aufleben
Überhaupt kommt das gesamte Stück mit gerade einmal sechs Darstellern aus. Mehrfachrollen und zügige Wechsel prägen also das Geschehen hinter den Kulissen. Im Weihnachtsmärchen wird natürlich auch gesungen: fünf Lieder wurden extra dafür komponiert, insgesamt rund eine Stunde werden die kleinen und großen Zuschauer in die magische Welt der Schneekönigin versetzt. Dazu gehören auch die neuen Freunde, die Gerda auf ihrer Suche nach Kay trifft, wie das Rentier Ruven, die Lichthexe und das Räubermädchen.

Rund sechs Wochen wurde für das Weihnachtsmärchen geprobt. Für Hauptdarsteller Oktay Önder, der in Bonn und Rostock studiert hat und zuletzt im Schauspielstudio am Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin gespielt hat, geht in Magdeburg in seinem ersten festen Engagement ein Traum in Erfüllung. „Hier arbeiten viele tolle Leute, alle sind sehr fokussiert und ehrgeizig bei der Arbeit“, schwärmt Oktay.

Worauf sich die Zuschauer freuen dürfen
Alle, die jetzt neugierig geworden sind, lädt Schauspieler Oktay herzlich zu den Vorstellungen ein: „Ich hoffe, dass alle ganz viel Spaß beim Zuschauen und Mitsingen haben. Ich denke, man wird wirklich berührt von der Geschichte von Kay und Gerda, die – wahrscheinlich - bis ans Lebensende Freunde bleiben. Die Geschichte, die wir spielen, ist bewegend, aber auch sehr lustig“, bekräftigt der Hauptdarsteller.

Die Premiere ist am kommenden Dienstag, gespielt wird das Stück bis zum 5.1.2023.

Karten für „Die Schneekönigin“ könnt ihr euch hier durch Klicken auf das Ticket-Symbol zum jeweiligen Termin reservieren: [KLICK]

Bilder

Foto: Katrin Ribbe
Foto: Katrin Ribbe
Foto: Katrin Ribbe
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