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Möglicher Herstellungsfehler: Deutsche Bahn kontrolliert weitere Betonschwellen

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 24.11.2022 / 15:00 Uhr von cl/pm
Die Deutsche Bahn (DB) zieht weitere Konsequenzen aus einem bundesweiten Schwelleninspektionsprogramm. Von Juli bis Ende August 2022 hatten Experten der DB innerhalb weniger Wochen vorsorglich bundesweit rund 200.000 Schwellen eines bestimmten Bautyps und Herstellers überprüft. Nun legen die Ergebnisse der durch die DB eingeleiteten materialtechnischen Untersuchungen und technischer Gutachten unabhängiger Prüfinstitute nahe, dass ein Herstellungsfehler vorliegen könnte. Das teilte die DB mit.

Die Schwellen weisen teilweise Unregelmäßigkeiten in der Materialbeschaffenheit auf. Weitere Detailuntersuchungen zeigen zudem, dass eine bestimmte Gesteinsart, die zur Produktion der Betonschwellen genutzt wurde, mitursächlich für die Schäden sein könnte.

Aufgrund dieser neu gewonnen Erkenntnisse wird die DB rund 130.000 Betonschwellen weiterer Hersteller mit der gleichen Gesteinsart bundesweit überprüfen. Leider werden sich dadurch mutmaßlich weitere Einschränkungen nicht vermeiden lassen: Sollten die Experten Auffälligkeiten entdecken, wird die DB umgehend reagieren. Bis die betroffenen Schwellen getauscht sind, fahren Züge dann in den entsprechenden Abschnitten langsamer. Es kann, sofern erforderlich, auch zu Sperrungen von Streckenabschnitten kommen. Dafür bittet die DB alle Reisenden und Güterverkehrsunternehmen um Entschuldigung und wird mit Hochdruck daran arbeiten, alle Beeinträchtigungen schnellstmöglich zu beseitigen.

Die DB ersetzt allen betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen den tatsächlich eingetretenen Schaden, der diesen im Zusammenhang mit den Schwelleninspektionen und den daraus resultierenden Maßnahmen entsteht. Die bisherigen Regelungen gelten unverändert auch für die aktuelle Ausweitung des Programms.

Die Erneuerung der ursprünglich als schadhaft identifizierten Schwellen kommt wie geplant voran – die DB hat mittlerweile zwei Drittel der daraus folgenden Einschränkungen behoben.

Bilder

Symbolbild, Quelle: pixabay.com
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Kommentare

  •  
    verdeckter Betrug schrieb um 16:35 Uhr am 24.11.2022:
    Unkontrollierte Privatunternehmen werden immer wieder den höchstmöglichen Profit anstreben. Die Dauerhaltbarkeit stört den Erhalt von späteren Nachfolgeaufträgen.

    Beim Bau der A72 im Bereich von Sachsen hatte der bauausführende STRABAG- Konzern die Straßenbelagstärke aus Profitgründen auch reduziert, nur an den Stellen, wo Kontrollkernbohrungen erwartet worden sind, hielt man die geforderten Belagstärken ein.

    Immer zulasten der Steuerzahler, die Politik stiehlt sich dann immer davon, aber bei „ausbildungslosen, ungelernten Führungspolitikern“ ist leider nicht anderes zu erwarten!
    •  
      NEWS TICKER schrieb um 15:17 Uhr am 24.11.2022:
      Da fühlt man sich gleich sicherer, der Hersteller hat einen Fehler gemacht, keiner hat es bei der Montage bemerkt und auch bei der Abnahme ist niemanden etwas aufgefallen.
      Nur gut, daß wir ein hochentwickeltes Industrieland und Hochtechnologieland sind.