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++ Klimaschützer kleben sich auf B1 in Magdeburg fest ++ Polizei regelt aktuell den Verkehr// Update: Versammlung aufgelöst!

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 21.11.2022 / 09:05 Uhr von cl/ts
Klimaaktivisten der "Letzten Generation" haben sich seit heute Morgen um 8 Uhr in Magdeburg auf der Walter-Rathenau-Straße festgeklebt. Damit wollen sie ein Zeichen setzen, dass sich etwas ändern muss. An einer der Hauptverkehrsadern in Magdeburg kommt es daher aktuell zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Weitere Infos:

Konkret betroffen ist aktuell die B1 auf Höhe der Universität. Die Aktivisten haben sich an der Kreuzung Walther-Rathenau-Straße/ Gustav-Adolf-Straße festgeklebt. Zwei Aktivisten kleben mit jeweils einer Hand bei Minusgraden auf der Fahrbahn. Mehrere weitere Anhänger der Gruppe stehen mit Transparenten drum herum. Die Gruppe setzt sich nach eigenen Aussagen für das Überleben der zukünftigen Generation ein. Sie fordern u.a. ein Tempolimit und die Einführung des 9-Euro-Tickets.

Die Polizei regelt derzeit den Verkehr um, sodass ihr von ursprünglich drei Fahrspuren derzeit über eine Spur vorbei kommt. Der Verkehr staut sich aktuell bis zur Abfahrt Magdeburger Ring, stadteinwärts kommt ihr ohne größere Probleme durch.

Wie ein Sprecher der "Letzten Generation" dem Meetingpoint vorab mitteilte, ist die Lage in Sachen Klima dringend. Die Gruppe will niemanden stören, aber sie wollen erreichen, dass über das Thema geredet wird. Ihnen ist bewusst, dass Demos allein das Klima nicht verändern, aber sie verändern die Themen, über die gesprochen wird, so der Pressebeauftragte.

Update 9.10 Uhr: Nun hat sich auch eine dritte Person von ursprünglich geplanten sechs Personen vor den Augen der Polizei auf der Straße festgeklebt. Ein Arzt wurde gerufen, der das Trennen von der Fahrbahn begleiten soll. Der Verkehr wird weiterhin von der Polizei umgeleitet.
Update 9.50 Uhr: Das Ablösen der Aktivisten von der Straße läuft derzeit. Ein Polizeiarzt ist vor Ort. Stadtauswärts sind die linke und die mittlere Fahrspur wieder befahrbar.
Update 10.23 Uhr: Die Polizei hat die Versammlung vor wenigen Minuten offiziell aufgelöst. Die Personalien der Aktivisten werden aufgenommen. Außerdem werden Platzverweise ausgesprochen. Eine Aktivistin klebt derzeit noch am Fahrbahnrand. Nach dem Ablösen sollen alle Aktivisten zur Polizeiwache mitgenommen werden.
Update 10.35 Uhr: Eine der leitenden Aktivistinnen der Gruppe wurde von Polizeibeamten nach Ablösen von der Fahrbahn von der Straße runter getragen.
++ Update 11.15 Uhr: Stimmen von der Straße ++
Was die Aktivisten zu ihrer Aktion sagen
Am Ort des Geschehens äußerte sich eine Aktivistin, dass sie will, das Magdeburg lebenswert bleibt. “Ich mache das nicht weil es mir Spaß macht. Ich klebe hier auf der Straße, weil alles andere, was wir versucht haben, nicht funktioniert hat”, so die Aktivistin. Das Ergebnis unzähliger Demonstrationen in ganz Deutschland sei nach ihren Aussagen ein verfassungswidriges Klimaschutzpaket gewesen. “Wir können ganz klar sehen, dass die Regierung es nicht im Griff hat”, heißt es weiterhin. Der Protest müsse auch hier in Magdeburg passieren, damit alle sehen, auf welche Zukunft es hinausläuft, sagte die Aktivistin sinngemäß.
Ein Aktivist, der von den Polizeikräften von der Fahrbahn getragen wurde, hat dabei gerufen: “Wir haben keine Zeit mehr zu schweigen. Unsere Lebensgrundlage geht verloren!”
So sehen die Autofahrer, die im Stau stehen, die Aktion
Ein Autofahrer sagt: “Ich habe absolut kein Verständnis dafür. Die sollen sich mal Gedanken machen, wo ihre Wärme herkommt. Da oben sitzen lassen, Wasser drüber kippen. Die stehen von ganz alleine auf”, sagte der Fahrer, der im Kundendienst arbeitet, mehr als eine halbe Stunde im Stau stand und vermutlich seinen letzten Kunden heute absagen muss.
Eine weitere Autofahrerin sagte: “Ich habe einen wichtigen Termin in einer Behörde und stehe jetzt hier schon eine dreiviertel Stunde. Ich finde das unmöglich. Ich habe kein Verständnis dafür. Gibt es nicht wichtigere Sorgen, als sich hier festzukleben?”, so die Verkehrsteilnehmerin.
Eine junge Frau äußerte sich differenziert: “Ich finde es ein bisschen nervig. Wenn man etwas für das Klima machen will, sollte man sich nicht den Aktivisten anschließen, sondern vielleicht einer größeren Weltorganisation. Sie haben ja Recht, aber jetzt hier so den Berufsverkehr zu behindern - am Ende stehen wir jetzt hier alle und die Umwelt wird auch so verpestet”, so die Autofahrerin, die gerade auf dem Weg zur Arbeit war.
Das sagt die Polizei zum Geschehen
Laut Polizeikommissar Kevin Shaikh, Pressebeauftragter vom Revier Magdeburg, ist man aus strafrechtlicher Sicht hier im Bereich einer Nötigung im Straßenverkehr. Eine Ordnungswidrigkeit steckt nicht dahinter. Die Polizei war rechtzeitig vor Ort, um die Aktivisten am Festkleben zu hindern. So hatten sich nur drei von ursprünglich geplanten sechs Mitgliedern der Gruppe festgeklebt. Obwohl die Aktion angemeldet war, war die Polizei eingeschritten, da hier Gefahren für die Aktivisten und den Verkehr ausgehen.
Update 11.40 Uhr: Der Verkehr auf der B1 rollt aktuell wieder normal.

Update 16.55 Uhr: Wie ein Polizeisprecher mitteilt, wurden im Anschluss an die Straßenblockade Strafverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Die Aktivisten konnten im Anschluss an die kriminalpolizeiliche Abarbeitung die Polizeidienststelle wieder verlassen.

Bilder

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Kommentare

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    Gesetzesbrecher schrieb um 17:50 Uhr am 24.11.2022:
    FFF- Demonstranten demonstrieren auf BER:
    Anhänger der Gruppierung "Letzte Generation" demonstrieren auf dem Rollfeld des Flughafens BER in Schönefeld .
    In einer Pressemitteilung der Initiative heißt es, einige Demonstrierende hätten sich auf dem Asphalt festgeklebt, andere würden mit Fahrrädern über den Rangierbereich fahren.
    Nach Angaben der Bundespolizei ist inzwischen eine Landebahn gesperrt worden.
    RBB- Info- Radio vom 24.11.2022
    •  
      so geht man mit den Störern um schrieb um 18:32 Uhr am 22.11.2022:
      42 Stunden lang saßen Klima-Aktivisten in einem Porsche-Showroom in Wolfsburg (19.10.22) fest. Statt sofort die Polizei zu holen, als sich die Protestierenden am Boden festklebten, ignorierte der Autohändler sie einfach.
      Dann schalteten die Angestellten aber am Feierabend das Licht und die Heizung in dem Gebäude aus. «Sie haben unsere Bitte um eine Schüssel zum Urinieren und Defäkieren verweigert», schildert der Aktivist Gianluca Grimalda.
      Der Forscher gab an, er sei zusammen mit 15 Mitgliedern der Gruppe «Scientist Rebellion» vor Ort. Neun von ihnen hätten sich an den Boden geklebt, einige seien zudem im Hungerstreik. Nach der ersten Nacht klagt der Aktivist über eine Schwellung an der festgeklebten Hand.
      •  
        Petra Linchen schrieb um 16:33 Uhr am 22.11.2022:
        Wenn ich einen Bauern kennen würde,hätte ich für solche Spinner gern eine Flasche Gülle dabei.Die würde ich solchen Kleberschnüfflern vor die Füße gießen.Das sie mal gut durchatmen können.
        • NEWS TICKER schrieb um 17:46 Uhr am 22.11.2022:
          Ich bin nur erstaunt, wer hier alles seiner Primitivität freien Lauf läßt. Sind das Erfahrungen aus Ihrem Elternhaus ?
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        Ralf Ganske schrieb um 10:25 Uhr am 22.11.2022:
        Man sollte diese Spinner einfach da sitzen lassen die Nächte werden kalt die befreien sich schon von ganz alleine und dann müssen die Leute da sein und die auslachen
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          Jimmy schrieb um 09:18 Uhr am 22.11.2022:
          Warum gibt man dieser nutzlosen Bande eigentlich so eine große Bühne? Ticker, Update, Interviews, Live-Schaltung im Radio, etc? Die Bereitschaftspolizei besitzt doch einen modernen Wasserwerfer...also mal ein bisschen den Druck erhöhen und von der Straße fräsen und nicht mit Wattebällchen und Holzstäbchen von der Straße kitzeln. Ich hatte mir da von der Magdeburger Polizei echt mehr erhofft aber wehe man hatte auf der Demo seine Maske nicht korrekt auf.
          •  
            Christian schrieb um 23:27 Uhr am 21.11.2022:
            Ein bis zwei Leute von der Straße reißen, immerhin ist Gefahr in Verzug und der Verkehr rollt wieder halbwegs.
            Um die anderen Psychos Pylonen stellen, damit sie nicht zufällig überfahren werden. Den Rest regelt die Natur, ist ja so unglaublich heiß geworden auf dem Planeten, da halten sie sicher länger als.
            Einmal durchgezogen, wird man die nutzlose Bande eher nicht wieder sehen.
            Funktioniert ja nur wegen dem ganzen Theater um die paar Hanseln.
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              Steffen schrieb um 17:19 Uhr am 21.11.2022:
              Gibt es eigentlich einen Grund warum es so lange dauert die von der Straße zu entfernen?
              Ich meine es war ja bekannt was heut passiert und die entsprechenden Mittel waren doch sicher vorbereitet?!? Wenn da sogar noch Interviews gegeben werden können...

              Der Ablauf wie die Polizei hier handelt würde mich mal interessieren. Vllt. kann das ja mal recherchiert werden...
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                Caro schrieb um 16:58 Uhr am 21.11.2022:
                Wäre einfacher mal ein Handwerk zu erlernen!
                Wenn bei denen das Klo verstopft ist oder ein Elektriker nicht greifbar ist, sind das die erste die heulen!
                •  
                  Harald schrieb um 16:34 Uhr am 21.11.2022:
                  Ich wünsche mur, dass die Aktuvisten die aus ihren Aktion entstehend Kosten in Rechnung gestellt bekommen. Die gehen einfach den falschen Weg für ein eigentluch berechtugtes Anliegen. Wie heißt es doch: Dummheit schützt nicht vor Strafe ...
                  •  
                    Fra schrieb um 11:15 Uhr am 21.11.2022:
                    Es gibt doch den Slogan "Kleben statt Bohren". Das ganze umdrehen andübeln mit kalten Getränken versorgen und der Natur ihren Lauf lassen.
                    Wenn das unsere Zukunft ist, verstehe ich jetzt auch warum sie letzte Generation heißen. Denn nur von Kleber, Luft und zerstörten Kunstwerken kann man auch nicht überleben.
                    Die sind halt nicht die Letzten, sondern das Letzte.
                    •  
                      Kiki schrieb um 11:04 Uhr am 21.11.2022:
                      Ich möchte auch, dass meine Kinder und deren Generationen die Welt ungestört genießen können sehe aber in der Klebeaktion keine Lösung. Frage mich auch, ist der Kleber schadstofffrei? Was sind das für Kllmaaktivisten? Haben die keinen Job? Müssen diese nicht arbeiten? Tut mir leid aber warum seid ihr nicht nach Ägypten gesegelt und habt dort für das Weltklima protestiert?
                      •  
                        Torsten B. schrieb um 10:01 Uhr am 21.11.2022:
                        Würden sich die Mitglieder der letzten Generation auf die Straße kleben, um zu erreichen, daß unsere BR unverzüglich versucht Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland zu betreiben, keine weiteren Waffenlieferungen in dieses Land, ja dann würde auch ich auf der Straße kleben. Abers so, schwer nachvollziehbar, und kann der Mensch wirklich das Weltklima beeinflussen?
                        • NEWS TICKER schrieb um 10:42 Uhr am 21.11.2022:
                          Wer denn sonst als der Mensch, kann das Weltklima beeinflussen. Sowohl in die, als auch in die andere Richtung, aber es geht nicht in einer wachstumsorientierten Gesellschaft.

                          Übrigens, auf dem Fahrradweg nach Magdeburg gab es keine klebenden Aktivisten oder andere Beeinträchtigungen.
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                        SR schrieb um 09:42 Uhr am 21.11.2022:
                        ."..Ihnen ist bewusst, dass Demos allein das Klima nicht verändern, aber sie verändern die Themen, über die gesprochen wird, so der Pressebeauftragte." Ja, prima! Aber muss das dann so sein? Klar, es erregt Aufmerksamkeit. Diese könnte man jedoch auch anders erreichen. Nutz soziale Netzwerke oder klebt euch an den Bundestag! Das ist vielleicht gezielter, als wahllos Straßen zu blockieren!
                        •  
                          Axel Schulter schrieb um 09:41 Uhr am 21.11.2022:
                          Mit freundlicher Unterstützung Ihrer Bundesregierung! Würden die für den Schutz der Grundrechte eintreten und hätten die Maske nicht korrekt auf, würde die Polizei natürlich sofort rigoros vorgehen. Aber hier gehts ja gegen die kleinen und nicht die "großen" Leute, daher lässt man sie machen!
                          Alles ein Witz und mit Steuergeld bezahltes Theater!
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                            Ich schrieb um 09:24 Uhr am 21.11.2022:
                            Einfach mit kalten Wasser übergießen und sitzen lassen und nicht weiter beachten.
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                              Mira schrieb um 09:23 Uhr am 21.11.2022:
                              Habe absolut kein Verständnis für diese Aktionen.
                              Wer bezahlt eigentlich die Einsätze von Polizei, Arzt und Feuerwehr um die Schwachsinnigen von der Straße abzulösen??? Der Steuerzahler!!

                              •  
                                Martina schrieb um 09:17 Uhr am 21.11.2022:
                                Diese Schauspieler gehören hart bestraft.