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Heute ist Weltgedenktag für Straßenverkehrsopfer

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 20.11.2022 / 17:10 Uhr von cl/pm
Heute wird der diesjährige Weltgedenktag für die Straßenverkehrsopfer begangen. Dazu Sachsen-Anhalts Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Der Gedenktag erinnert uns daran, dass jedes Jahr auch auf Sachsen-Anhalts Straßen Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen. Im vergangenen Jahr waren es 113 Menschen. Das sind zwar so wenige Verkehrstote wie noch nie seit Beginn der Statistik – doch es sind immer noch viel zu viele.“

Das Thema Verkehrssicherheit ist stets im Fokus der Landespolizei. So waren Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im laufenden Jahr landesweit mit Schwerpunktaktionen, Kontrollen und Initiativen präsent, um auf die Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen, Präventionsarbeit zu leisten und Verstöße zu ahnden. Egal, welches Thema im Fokus stand und steht, Ziel ist es immer, die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

„Polizeiliche Kontrollen und Präventionsmaßnahmen sind eine wichtiger, aber eben nur ein Aspekt“, erklärte die Innenministerin weiter. „Jeder Einzelne trägt Verantwortung im Straßenverkehr – und das nicht nur für sich, sondern auch für andere. Bei tödlichen Unfällen ist unangepasste Geschwindigkeit seit Jahren die Hauptunfallursache. Wenn jeder Verkehrsteilnehmer dies verinnerlicht, würde es erheblich dazu beitragen, dass wir weniger Verkehrstote beklagen müssten“, verdeutlichte Innenministerin Dr. Tamara Zieschang weiter.

Neben der täglichen Präventions- und Kontrollarbeit der Landespolizei wurden im Jahr 2022 zahlreiche Schwerpunktaktionen organisiert, unter anderem im Rahmen der länderübergreifenden Verkehrsüberwachungsaktionen des ROADPOL-Netzwerks und der bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion sicher.mobil.leben:

- „Truck & Bus“: Über das Jahr verteilt legte die Landespolizei insgesamt vier Mal für jeweils eine Woche einen Fokus auf den gewerblichen Personen- und Güterverkehr. Dabei wurden mehr als 1.800 Lkw und Busse kontrolliert – und mehr als 700 Verstöße festgestellt.

- „Focus on the Road“: Bei der ROADPOL-Aktion zum Thema Ablenkung im Straßenverkehr im September wies die Landespolizei nicht nur auf die oft unterschätzte Gefahr der Handynutzung am Steuer oder beim Radfahren hin, sondern stellte auch zahlreiche Verstöße fest. Mehr als 4.000 Fahrzeuge wurden kontrolliert. In rund 630 Fällen hatten die Polizistinnen und Polizisten etwas zu beanstanden. Mehr als 100 Autofahrerinnen und Autofahrer wurden mit Handy oder Tablet am Steuer erwischt.

- sicher.mobil.leben: Der Genuss alkoholischer Getränken und/oder anderer berauschender Mittel kann zahlreiche körperliche und psychische Auswirkungen haben, wie beispielsweise die Einschränkung des Reaktions- oder Konzentrationsvermögens. Auch Fehleinschätzungen kritischer Situationen oder die Überschätzung des eigenen Fahrvermögens sind möglich. Darüber hinaus können auch Müdigkeit und Krankheiten die Fahrtüchtigkeit beeinflussen. Vor diesem Hintergrund beteiligte sich die Landespolizei an der diesjährigen länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion der Kampagne „sicher.mobil.leben“ zum Thema „ Fahrtüchtigkeit im Blick“.

An diesem Tag fanden insgesamt 20 polizeiliche Präventionsveranstaltungen mit über 700 Teilnehmern statt; bei mehr als 4.000 kontrollierten Verkehrsteilnehmern wurden 163 Verstöße festgestellt.

- #MenschaufmRad – Sicher durch den Verkehr: Bei dem landesweiten Aktionstag Ende April 2022 hat die Landespolizei in Sachsen-Anhalt 17 Präventionsaktionen organisiert und rund 2.300 Verkehrsmittel kontrolliert. Das Ziel: die Radverkehrssicherheit zu erhöhen und für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren.

- Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit gehören zur täglichen polizeilichen Arbeit: Geschwindigkeitskontrollen durch die zuständigen Dienststellen, Kontrolle des Schwerlastverkehrs durch den jeweiligen Zentralen Verkehrs- und Autobahndienst oder die Verkehrsprävention in Schulen und Kindergärten.

Hintergrund:
Seit dem Jahr 1995 wird an jedem dritten Sonntag im November der Weltgedenktag für die Straßenverkehrsopfer begangen. Im Jahr 2005 erkannten auch die Vereinten Nationen den „World Day of Remembrance for Road Traffic Victims“ als UN-Tag an. Der Tag soll sowohl an das Leid erinnern, das Verkehrsunfälle mit sich bringen, die Aufmerksamkeit auf die schweren emotionalen wie ökonomischen Schäden von Verkehrsunfällen richten als auch an die wichtige Arbeit und Unterstützung von Rettungskräften, medizinischem Personal und Polizei erinnern.

In Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2021 insgesamt 66.841 Verkehrsunfälle registriert, rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig gab es das siebte Jahr in Folge weniger Unfälle mit Verletzten. Insgesamt verunglückten 8.727 Menschen im Straßenverkehr in Sachsen-Anhalt, davon 113 tödlich.

Bilder

Symbolbild, pixabay.com
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