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ACHTUNG neue Betrugsmasche! Schockanrufe! Anrufer teilen schreckliche Nachricht mit

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 12.05.2022 / 07:00 Uhr von mz/pm
Gestern gingen schon vier Hinweise von Bürgern aus dem Jerichower Land bei der Polizei ein, wonach diese von vermeintlichen Familienangehörigen angerufen wurden, die an einem Unfall beteiligt gewesen sein sollen. Bei dem angeblichen Verkehrsunfall sei ein Mensch tödlich verletzt worden und demnach sei der Familienangehörige festgenommen worden.

Am Telefon sei eine weinende Frau zu hören, die von dem Verkehrsunfall erzählt und es spricht auch ein angeblicher Polizeibeamter, der angibt unter einer Zahlung eines gewissen Betrages, würde es keine weitere strafrechtliche Verfolgung geben. 

Die Bürger taten bislang das Richtige und informierten die Polizei. 

Es handelt sich um eine Betrugsmasche bei der man vorwiegend ältere Personen verunsichern und dazu bewegen will, Geld zu übergeben. 

Ein solcher Fall konnte am Montag mit Hilfe eines Familienangehörigen und der Polizei vereitelt werden. 

Eine 70-jährige Bürgerin aus dem Jerichower Land bekam gegen 11 Uhr einen solchen Anruf, bei dem eine weinende Stimme angab, der Sohn zu sein, der eine Bürgerin umgefahren und dabei getötet habe. Weiteres, hinsichtlich der Zahlung einer Kaution, um nicht ins Gefängnis zu müssen, wurde mit einem angeblichen Polizeibeamten namens Bergmann besprochen. Auch Gespräche mit einer angeblichen Staatsanwältin namens Krämer wurden am Telefon geführt. 

Natürlich war die Bürgerin sehr betroffen, um das Leid ihres Sohnes und der vermeintlichen Unfalltoten, so dass sie den Instruktionen der Anrufer folgte. Es wurde sich über eine fünfstellige Summe als Kaution geeinigt, die die Bürgerin zusammentragen konnte und in Magdeburg übergeben werden sollte. Derweil wurde ihr durch die Anrufer auferlegt, mit niemandem über diese Situation zu sprechen, was sie auch tat. Die Bürgerin wurde permanent von den Unbekannten angerufen, so dass die Frau weder von ihrer Familie noch von der Polizei erreichbar war, denn zwischenzeitlich war der Sohn dahintergekommen, dass die Mutter einem möglichen Betrug aufgesessen war. 

Da die Frau mit einem weißen Mercedes in Richtung Magdeburg unterwegs war, wurden mit Hilfe des Polizeihubschraubers mögliche Routen in Richtung Magdeburg abgeprüft. Auch die Besatzungen der Funkstreifenwagen aus dem Jerichower Land und Magdeburg wurden instruiert. Zwischenzeitlich immer wieder Versuche seitens der Polizei, sie telefonisch zu erreichen. Gegen 14 Uhr konnten Polizeibeamte schließlich die Dame in Magdeburg antreffen. Zum Glück kam es noch nicht zur Geldübergabe. Von den Tätern bislang keine Spur. 

Die Polizei leitete ein Verfahren wegen versuchten Betrugs ein, die Ermittlungen laufen. 

Die Polizei rät, wachsam zu sein. 
Wenn man sich nicht sicher ist, wer am Telefon ist und sich unter Druck gesetzt fühlt - auflegen! 

Unter der bekannten Rufnummer des Familienangehörigen anrufen. Vertrauenspersonen, Familienangehörige oder Polizei (110) verständigen Am Telefon nie über persönliche und finanzielle Verhältnisse reden, keine Daten preisgeben
Niemals Geld an Unbekannte übergeben 

 

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