Orientierung zur Landtagswahl - „Sozial-O-Mat“ der Diakonie Mitteldeutschland

Grafik: Diakonie Mitteldeutschland
Grafik: Diakonie Mitteldeutschland


Rund 1,8 Millionen Wahlberechtigte in Sachsen-Anhalt sind am 6. September 2026 aufgerufen, ihre Stimme für den neuen Landtag abzugeben. Sie entscheiden damit maßgeblich über die künftige Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik des Bundeslandes. Um Bürgerinnen und Bürgern eine gezielte Hilfestellung bei sozialpolitischen Fragen zu geben, hat die Diakonie Mitteldeutschland den parteipolitisch neutralen „Sozial-O-Mat“ ins Leben gerufen.

20 Thesen zu fünf zentralen Themenbereichen
Das Prinzip ähnelt im Aufbau und in der Nutzung dem etablierten Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Der Sozial-O-Mat ist jedoch speziell auf Fragen und Standpunkte zugeschnitten, die sich aus der täglichen Praxis der sozialen Arbeit der Evangelischen Kirchen im Verbund der Diakonie ergeben.

Nutzerinnen und Nutzer bewerten 20 Thesen mit Zustimmung, Ablehnung oder Neutralität. Die Fragestellungen decken fünf Themenfelder ab:
Arbeit und Gesellschaft: Faire Löhne, Arbeitsrecht und gesellschaftliche Teilhabe.
Familie und Bildung: Kinderbetreuung, Schulen und Bildungsgerechtigkeit.
Gesundheit und Pflege: Medizinische Versorgung, Finanzierung und Pflegestrukturen.
Zuwanderung und Integration: Aufnahme, Teilhabe und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
Wohnen und Klima: Bezahlbares Wohnen und klimagerechte Stadtentwicklung.

Zur besseren Einordnung enthält jede Thesis ein fiktives Alltagsbeispiel. Dieses veranschaulicht konkret, wie sich politische Weichenstellungen auf das tägliche Leben der Menschen im Land auswirken.

Orientierung statt Wahlempfehlung
Im Ergebnis erfahren die Nutzenden, mit welchem Parteiprogramm sowie mit den Positionen der Diakonie Mitteldeutschland sie die größte Übereinstimmung haben. Eine Wahlempfehlung spricht die Plattform bewusst nicht aus.

„Landespolitik ist den Menschen im Land verpflichtet. Sozialpolitik auf Landesebene hat einen großen Einfluss auf das Leben, die Alltagserfahrungen und das Umfeld der Menschen“, betont Oberkirchenrat Christoph Stolte, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland. „Wir wollen mit dem Sozial-O-Mat keine Parteiempfehlung abgeben, sondern Orientierung in den vielfältigen Themen der sozialen Teilhabe, Unterstützung und Daseinsvorsorge.“
Stolte unterstreicht zudem den wechselseitigen Dialog zwischen Wohlfahrtsverband und Politik: „Die Diakonie unterstützt Menschen mit sozialen Leistungen. Unsere Angebote und Dienste sind in einen staatlichen, gesetzlichen Rahmen eingebunden, den wir in demokratischen Prozessen und Verfahren auch mitgestalten. Wir nehmen Einfluss auf Entscheidungen in der Politik und Politik nimmt Einfluss auf unser Handeln. Dieser Austausch mit den vielen verschiedenen Optionen für die Zukunft wird im Sozial-O-Mat sichtbar. Für die Wählerinnen und Wähler bieten wir damit wichtige Hinweise und Markierungen.“

Zwölf Parteien bringen ihre Positionen ein
Für das Portal wurden alle zur Wahl stehenden Parteien kontaktiert und um Stellungnahme sowie Begründung zu den 20 Thesen gebeten. Mehr als ein Dutzend Parteien wurden angefragt, zwölf sind mit ihren Positionen im Tool vertreten. Einige Parteien reagierten auch auf Nachfrage nicht oder sagten eine Teilnahme ab.

Erstellt und technisch betrieben wird die Online-Plattform im Auftrag der Diakonie Mitteldeutschland von der Berliner Agentur Raufeld.
Interessierte können das Angebot kostenlos nutzen unter: https://sachsen-anhalt.sozial-o-mat.de/


Hinweis: Politische Pressemitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder; unsere Leser sollen sich eine eigene Meinung zu den Äußerungen unserer Politiker machen – ohne wertende Meinungen der Redaktion. Die Redaktion distanziert sich ausdrücklich von den zitierten Inhalten/Aussagen und macht sie sich nicht zu eigen.

Grafik: Diakonie Mitteldeutschland
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