SC Magdeburg gewinnt gegen THW Kiel

Handball-Spieler in grünem Trikot mit Nummer 54 hebt beide Arme zum Jubel, umgeben von applaudierenden Zuschauern in einer Halle.
Symbiose mit den Fans: Oscar Bergendahl und der SCM. Foto: Franziska Gora

Von der ersten Sekunde an bebte die Halle. In der ausverkauften GETEC Arena war die grün-rote Fangemeinde sofort zur Stelle, klatschte und sang ihr Team voran. Der Topspiel-Charakter der Begegnung wurde direkt deutlich – mit einer klasse Stimmung und Handball auf Topniveau. Omar Ingi Magnusson manövrierten den Ball als erstes ins Netz, bevor Kiel nachlegte und sich die beiden Seiten in jedem Angriff abwechselnd vor neue Aufgaben stellten. Spannend dabei: Nicht nur die Offensivreihen, sondern auch die beiden Torhüter agierten zunächst auf Augenhöhe. Matej Mandic im Magdeburger und Andreas Wolff im Kieler Tor entschärften direkt mehrere Abschlüsse. Nach fünf gespielten Minuten stand es 2:2.

Wenngleich der deutsche Nationaltorhüter beim Rekordmeister zwischenzeitlich bei einer Quote von 44 Prozent lag – Mandic packte mit 57 Prozent noch einen drauf, sodass seine Vordermänner mit einem 3:0-Lauf auf 5:2 (11.) davonzogen. Albin Lagergren konnte den Vorsprung in der 23. Minute verdoppeln als er zum 11:5 traf, Felix Claar erzielte wenig später das 13:6 (26.).

Ein wichtiger Schlüssel war dabei die Defensive. Ob mit Magnus Saugstrup oder Oscar Bergendahl im Zentrum, die tatkräftig von Antonio Serradilla im Mittelblock unterstützt wurden – für die Gäste aus dem Norden gab es kaum ein Durchkommen. Daran änderte sich nach der Pause nicht allzu viel. Allerdings wechselte dann Dominik Kuzmanovic zwischen die Pfosten und nahm dem THW gleich nach Wiederanpfiff zwei eindeutige Chancen.

Auf der anderen Seite blieb der SCM sicher. Magnusson traf via Siebenmeter zum 19:12 (36.) – und machte so sein 1250. HBL-Tor gleich mit. In der 51. Minute netzte der gebürtige Isländer zur Plus-Acht-Führung (30:22) und brachte die GETEC Arena einmal mehr zum Jubeln. Kiel zog zwar immer wieder an, doch Magdeburg ließ nicht locker. Mit einer starken Mannschaftsleistung sicherte sich das Team letztlich den nächsten Sieg und übernahm damit gleichzeitig die Tabellenführung.

SCM-Trainer Bennet Wiegert: „Wir sind mega stolz und happy, hier so ein Spiel abgeliefert zu haben. Die Energie war fantastisch. Wie die Arena die Mannschaft angezündet hat, war eine starke Symbiose. Dazu kommt, dass wir von Beginn an stabil und aggressiv verteidigen. Kiel stellt uns trotzdem zwischendurch vor Probleme – aber wir gehen mit Sicherheit in die zweite Halbzeit und machen das souverän weiter. Da schaffen wir es, die Zweikämpfe weiter zu gewinnen. Den THW über Teile so dominieren zu können, ist nicht selbstverständlich.“

STATISTIK
Schiedsrichter: Fabian Baumgart, Philipp Dinges
Zuschauer: 6600 (ausverkauft)
Spielfilm: 2:2 (5.), 4:2 (10.), 7:3 (15.), 10:5 (20.), 12:6 (25.), 15:9 (30.) – 18:11 (35.), 21:15 (40.), 25:19 (45.), 29:22 (50.), 30:24 (55.), 32:26 (60.)

SC Magdeburg: Kuzmanovic (9 Paraden), Mandic (7 Paraden); Elze, Musche 1, Claar 4, Thielicke, Vind, Kristjansson 5, Pettersson 1, Magnusson 11/5, Serradilla 1, Weber, Lagergren 4, Mertens 1, Saugstrup 3, Bergendahl 1

Kiel: Perez de Vargas (1 Parade), Wolff (7 Paraden); Faust, Duvnjak, Reinkind 3, Köster 2, Madsen, Johansson 3, Ankermann, Dahmke 2, Zerbe 2, Makuc 9/3, Pekeler, Ellefsen a Skipagotu 2, Büchner 2, Nacinovic 1

AUSBLICK
​In dieser Woche bleibt der SCM im Rhythmus der englischen Woche. Im vierten Heimspiel in zwölf Tagen empfängt das Team von Trainer Bennet Wiegert am Sonntag den HC Erlangen und damit einen Club, der zuletzt für Aufmerksamkeit sorgte. Nach Siegen gegen den Bergischen HC, beim TBV Lemgo Lippe und dem deutlichen 28:19 gegen den ThSV Eisenach steht die Mannschaft von Coach Johannes Sellin aktuell mit 7:5 Punkten auf Rang acht der Tabelle.
Anpfiff in der GETEC Arena ist am Sonntag um 15.00 Uhr. Die Partie wird bei Dyn übertragen.

Handball-Spieler in grünem Trikot mit Nummer 54 hebt beide Arme zum Jubel, umgeben von applaudierenden Zuschauern in einer Halle.
Symbiose mit den Fans: Oscar Bergendahl und der SCM. Foto: Franziska Gora
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