Pfefferspray-Attacke an Burger Sekundarschule - ABC-Großeinsatz und Entwarnung nach Evakuierung

Foto: Meetingpoint
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Ein vermeintlicher ABC-Alarm hat am Montag, den 14. September 2026, an der Sekundarschule Diesterweg zu einem massiven Einsatz von Rettungskräften geführt. Nachdem mehrere Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrkraft über plötzliche Atemwegsbeschwerden und Augenreizungen geklagt hatten, veranlasste die Schulleitung die sofortige Evakuierung des Gebäudes.

Wie der Burger Ortswehrleiter Jens Wiedemann vor Ort mitteilte, konnte die Ursache für die Symptome rasch geklärt werden. Auslöser war ein Reizgasaustritt durch Pfefferspray. Insgesamt klagten rund 20 Personen über gesundheitliche Beeinträchtigungen, wobei laut Polizeiangaben 18 Personen betroffen waren; zwei von ihnen mussten zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus nach Burg gebracht werden.

Die alarmierten Einsatzkräfte gingen mit einem Atemschutz-Messtrupp in das Gebäude, um nach chemischen oder gefährlichen Substanzen zu suchen. Die Messungen verliefen jedoch ohne Befund. Um die Räumlichkeiten zu reinigen, veranlasste die Feuerwehr eine großräumige Belüftung durch das Öffnen sämtlicher Fenster und Türen. Auch bei einer anschließenden Zweitmessung konnten keine gefährlichen Stoffe mehr festgestellt werden.

Noch während des laufenden Einsatzes führte ein Zeugenhinweis zum Erfolg. Jugendliche meldeten sich und gaben an, das Reizgassprühgerät im Flur der Schule versprüht zu haben. Im Rahmen der unmittelbar eingeleiteten Ermittlungen identifizierte die Polizei einen 14-jährigen und einen 15-jährigen deutschen Jugendlichen als Tatverdächtige. Das verwendete Tierabwehrspray hatten die Verdächtigen zuvor auf ein benachbartes Grundstück geworfen, wo es von den Beamten aufgefunden und sichergestellt werden konnte.

Mit Abschluss der Lüftungsmaßnahmen und der Identifizierung der Tatverdächtigen war der Einsatz der Feuerwehr beendet. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen zu den genauen Umständen aufgenommen.

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