Landtagswahl 2026: Phillipp-Anders Rau (AfD) im Gespräch

Phillipp-Anders Rau
Foto: AfD
Phillipp-Anders Rau Foto: AfD

Landtagswahl 2026 – die Kandidaten im Gespräch
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Für unsere Kandidatenserie haben wir die Bewerberinnen und Bewerber aus unserem Verbreitungsgebiet mit einem einheitlichen Fragenkatalog konfrontiert.
Dabei geht es unter anderem um die politischen Ziele der Kandidatinnen und Kandidaten, wichtige Themen in den Wahlkreisen und ihre Vorstellungen für die kommende Legislaturperiode.

Heute beantwortet Phillipp-Anders Rau (AfD) unsere Fragen. Er kandidiert im Wahlkreis 23, Region Gommern.

1. Bitte stellen Sie sich in drei Sätzen vor. Wer sind Sie und was sollten die Wählerinnen und Wähler über Sie wissen?
Mein Name ist Phillipp-Anders Rau, lebe in Gommern und vertrete seit 2019 die Bürger sowohl im Stadtrat als auch im Kreistag. Seit 2013 bin ich Mitglied der AfD und war damals das erste AfD-Mitglied im Jerichower Land. Ich spreche Probleme klar an, lege immer wider den Finger in die Wunde. Lasse mich vom Ziel nicht abbringen und Kämpfe immer mit vollem Einsatz.

2. Warum kandidieren Sie für den Landtag von Sachsen-Anhalt?
Ich habe nicht bereits früher kandidiert, da ich erst noch weitere Erfahrung in der Kommunalpolitik sammeln wollte. Sozusagen als Vorbereitung für andere politische Ämter. Im kommunalen konnte ich sehen, dass sich zahlreiche Probleme vor Ort gar nicht lösen lassen, sondern durch Entscheidungen des Landes entstehen. Die Möglichkeiten etwa zum Wohl der Bürger zu bewegen sind im Landtag ungleich größer. Insbesondere mit einem Ministerpräsidenten Ulrich Siegmund, der Sachsen Anhalt zu einem positiven Leuchtturm für das ganze Land machen wird. Gerade die eigene Familiengeschichte, meine Eltern sind mit uns aus der DDR geflohen, hat mir früh gezeigt, dass Freiheit, Selbstbestimmung und politische Mitwirkung keine Selbstverständlichkeiten sind.

3. Welches ist aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung für Sachsen-Anhalt in den kommenden fünf Jahren?
Dass wir den galoppierenden Verlust von wirtschaftlicher Substanz, jungen Menschen und Vertrauen in den Staat stoppen. Wenn Unternehmen wegen hoher Energiepreise und Bürokratie aufgeben, Ärzte fehlen, Dörfer immer weiter an Infrastruktur verlieren und gleichzeitig viele Bürger den Eindruck haben, dass ohnehin über ihre Köpfe hinweg entschieden wird, verliert ein Land Stück für Stück seine Zukunft. Für mich gibt es zwei große Problemfelder aus denen sich alle weiteren ableiten lassen: Illegale Migration und eine völlig verfehlte Energiepolitik.

4. Welche drei politischen Projekte möchten Sie als Erstes anpacken, wenn Sie gewählt werden?
Erstens müssen Sicherheit, Ordnung und ein funktionierender Rechtsstaat wieder Priorität haben- dazu gehören für mich auch konsequente Rückführungen und gemeinnützige Arbeit für arbeitsfähige Asylbewerber. Zweitens möchte ich Wirtschaft und Mittelstand durch weniger Bürokratie und bezahlbare Energie entlasten. Und drittens will ich den weiteren Wildwuchs von Windkraftanlagen und riesigen Solarparks auf Kosten unserer Landschaft und Gesundheit stoppen.

5. Was möchten Sie konkret für Ihren Wahlkreis erreichen?
Ich will vor allem verhindern, dass unser Wahlkreis Stück für Stück zur Industriefläche für Windkraft und Großflächen-Photovoltaik wird. Der Packendorfer Teich, Dannigkow, Karith und andere Orte stehen für mich beispielhaft dafür. Gleichzeitig brauchen Zerbst, Gommern, Aken und das Osternienburger Land gute Straßen, medizinische Versorgung, lebendige Ortskerne und vernünftige Bedingungen für Handwerk, Landwirtschaft und Mittelstand. Und ich möchte, dass die Bürger bei großen Projekten, die ihr unmittelbares Lebensumfeld verändern, deutlich mehr mitentscheiden können.

6. Welches politische Thema liegt Ihnen persönlich besonders am Herzen – und warum?
Der Schutz unserer Heimat, unserer Natur und der Tiere. Eine Straße kann man sanieren, einen Haushalt kann man in einigen Jahren wieder in Ordnung bringen. Aber eine einmal zerstörte Landschaft oder ein verlorener Lebensraum lässt sich nicht einfach zurückholen. Deshalb ist das für mich kein Nebenthema.

7. Worin unterscheiden Sie sich von den anderen Kandidatinnen und Kandidaten?
Ich mache Politik nicht erst seit dem Beginn dieses Wahlkampfes. Ich bin seit 2013 in der AfD, seit 2019 kommunalpolitisch tätig und kenne die Auseinandersetzungen vor Ort aus eigener Erfahrung. Für diesen Wahlkampf bin ich außerdem bewusst durch den gesamten Wahlkreis gefahren und habe jeden Ort besucht. Mir ist wichtig zu wissen, worüber ich rede, bevor ich im Landtag darüber entscheide. Ich weiß wie es ist, kämpfen zu müssen und habe viele Erfahrungen gesammelt und Entscheidungen getroffen, die ich heute anders treffen würde. Aber gerade daraus lernt man am meisten.

8. Gibt es eine politische Position Ihrer Partei, die Sie kritisch sehen oder anders gewichten würden?
Die Partei, mit deren Programm man 100% übereinstimmt muss man selber gründen. Viel wichtiger als eine 100 prozentige programmatische Übereinstimmung ist es, ein eingeschworenes Team zu sein, zusammenzuhalten und mit Menschen zu arbeiten, die man schätzt. Eine Partei lebt davon, dass nicht jeder in jeder Einzelfrage exakt dasselbe denkt.

9. Wie möchten Sie mit Menschen umgehen, die Ihre politischen Ansichten nicht teilen?
Respektvoll und möglichst im direkten Gespräch. Widerspruch gehört zur Demokratie, und ich erwarte nicht, dass jeder meine Meinung teilt. Manchmal entstehen gerade aus Gesprächen mit Menschen, die völlig anders denken, die interessantesten Diskussionen. Entscheidend ist für mich, dass man sich gegenseitig zuhört und den anderen nicht zum Feind erklärt.

10. Vervollständigen Sie den Satz: „Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2031 für mich erfolgreich, wenn …
… Menschen wieder sagen: Hier möchte ich bleiben, hier möchte ich arbeiten, hier möchte ich meine Familie gründen und hier lohnt es sich, ein Unternehmen aufzubauen-weil das Land sicher ist, der Staat funktioniert und unsere Heimat trotzdem noch als Heimat erkennbar ist.

Zum Abschluss noch einige persönliche Fragen:
11. Was machen Sie, wenn Sie einmal nicht Politik machen?
Ich reise gern, bin gern draußen interessiere mich sehr für Geschichte und für Orte, die eine Geschichte erzählen-durchaus auch sogenannte abandoned Places also verlassene Orte. Außerdem sind mir Natur und Tiere wichtig. Ganz ohne Politik funktioniert es allerdings inzwischen nur noch selten; irgendwann landet fast jedes Gespräch doch wieder dort.

12. Welches Buch, welcher Podcast oder welche Zeitung hat Sie zuletzt besonders beeindruckt?
Etwas ungewöhnlich: Beim Beschäftigen mit meiner eigenen Familiengeschichte haben mich alte Presseberichte aus dem Jahr 1989 wieder sehr beeindruckt. Damals wurde über die Flucht meiner Familie aus der DDR und unser Wiedersehen mit meinem Vater im Westen berichtet. Wenn man die eigene Geschichte Jahrzehnte später noch einmal schwarz auf weiß vor sich sieht, wird einem sehr deutlich, wie wenig selbstverständlich Freiheit eigentlich ist.

13. Worauf sind Sie außerhalb der Politik besonders stolz?
Darauf, mir mein Leben selbst aufgebaut zu haben und auch nach Rückschlägen immer wieder weitergemacht zu haben. Aufgeben ist für mich nie eine wirkliche Option.

14. Kaffee oder Tee? Frühaufsteher oder Nachteule?
Kaffee. Und eigentlich eher Nachteule - wobei Wahlkampf und Kommunalpolitik einen regelmäßig zum Frühaufsteher machen.

Phillipp-Anders Rau
Foto: AfD
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Grafik: KI-generiert
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Wahlkreis 23
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