Landtagswahl 2026: Jan Scharfenort (AfD) im Gespräch

Jan Scharfenort
Foto: privat
Jan Scharfenort Foto: privat

Landtagswahl 2026 – die Kandidaten im Gespräch
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Für unsere Kandidatenserie haben wir die Bewerberinnen und Bewerber aus unserem Verbreitungsgebiet mit einem einheitlichen Fragenkatalog konfrontiert.
Dabei geht es unter anderem um die politischen Ziele der Kandidatinnen und Kandidaten, wichtige Themen in den Wahlkreisen und ihre Vorstellungen für die kommende Legislaturperiode.

Heute beantwortet Jan Scharfenort (AfD) unsere Fragen. Er kandidiert im Wahlkreis 6, Region Burg.

1. Bitte stellen Sie sich in drei Sätzen vor.
Mein Name ist Jan Scharfenort, 53 Jahre, Diplom-Kaufmann und Finanzfachwirt aus Burg. Seit 2019 bin ich Mitglied im Kreistag des Jerichower Landes und seit 2021 Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt, wo ich als Sprecher für Kommunalfinanzen arbeite. Ich setze mich für solide Finanzen, mehr Wohlstand und eine sichere Heimat in unserem Wahlkreis ein.

2. Warum kandidieren Sie für den Landtag von Sachsen-Anhalt?
Weil die Kommunen seit Jahren unterfinanziert und mit Aufgaben überlastet sind und gleichzeitig die Sicherheitslage und die Bezahlbarkeit von Energie die Menschen vor Ort stark belasten. Ich will im Landtag dafür sorgen, dass Städte und Gemeinden wieder handlungsfähig werden und die Bürger spürbare Verbesserungen erleben.

3. Welches ist aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung für Sachsen-Anhalt in den kommenden fünf Jahren?
Die Kombination aus finanzieller Überlastung der Kommunen, steigenden Energie- und Wärmekosten und einer Sicherheitslage, die viele Bürger verunsichert. Wenn vor Ort das Geld fehlt und die Menschen das Gefühl haben, dass Regeln nicht konsequent durchgesetzt werden, leidet der Zusammenhalt und die Zukunftsperspektive des ländlichen Raums.

4. Welche drei politischen Projekte möchten Sie als Erstes anpacken?
Die Kommunen finanziell spürbar besser ausstatten – durch einen höheren Anteil an Umsatz- und Einkommensteuer und eine Reform des Finanzausgleichs.
Überforderte Kommunen entlasten und für eine konsequentere Umsetzung bestehender Regeln bei Aufenthalt und Rückführung sorgen. Gleichzeitig müssen Asylbewerber stärker in gemeinnützige Arbeit einbezogen werden.
Für bezahlbare Energie und mehr Transparenz sorgen: Bei der kommunalen Wärmeplanung müssen die Folgekosten ehrlich berechnet werden. Gleichzeitig braucht das Land einen ehrlichen Haushalt und die Umstellung auf die Doppik.


5. Was möchten Sie konkret für Ihren Wahlkreis erreichen?
Mehr finanziellen Spielraum für Burg, Möckern, Biederitz, Möser, Loburg und die umliegenden Gemeinden. Weniger Belastung der kommunalen Haushalte, bezahlbare Energie und Wärme, eine spürbar bessere Durchsetzung bestehender Regeln und mehr Mittel für Infrastruktur, Schulen und Kitas. Außerdem setze ich mich dafür ein, dass alle Bürger und Kandidaten fair und nach denselben Maßstäben behandelt werden.

6. Welches politische Thema liegt Ihnen persönlich besonders am Herzen – und warum?
Solide Kommunalfinanzen, bezahlbare Energie und eine sichere Heimat. Ohne handlungsfähige Kommunen, ohne bezahlbare Energie und ohne das Vertrauen der Bürger in die Durchsetzung von Regeln gibt es keine langfristig lebenswerte Zukunft vor Ort.

7. Worin unterscheiden Sie sich von den anderen Kandidatinnen und Kandidaten?
Durch meine berufliche Herkunft als Diplom-Kaufmann mit Schwerpunkt Steuerlehre, Rechnungswesen und Revision sowie meine langjährige kommunalpolitische Praxis. Ich arbeite an konkreten Lösungen für die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen, die Bezahlbarkeit der Energieversorgung und die konsequente Anwendung geltenden Rechts – also an den Dingen, die die Menschen im Alltag spüren.

8. Gibt es eine politische Position Ihrer Partei, die Sie kritisch sehen oder anders gewichten würden?
In der Prioritätensetzung würde ich die Stärkung der kommunalen Finanzkraft, die Bezahlbarkeit von Energie und die spürbare Verbesserung der Sicherheitslage noch stärker und schneller in den Mittelpunkt rücken.

9. Wie möchten Sie mit Menschen umgehen, die Ihre politischen Ansichten nicht teilen?
Mit Respekt und Sachlichkeit. Ich bin jederzeit bereit, über die konkreten Probleme vor Ort zu sprechen – über Finanzen, Energiekosten, Sicherheit und die Zukunft unserer Gemeinden. Gute Argumente und nachvollziehbare Ergebnisse überzeugen mehr als Lautstärke.

10. „Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2031 für mich erfolgreich, wenn …
… die Kommunen wieder finanziell handlungsfähig sind, Energie und Wärme bezahlbar bleiben, die Menschen sich sicher fühlen und in den Städten und Dörfern wieder eine echte Zukunftsperspektive haben.

Persönliche Fragen:
11. Was machen Sie, wenn Sie einmal nicht Politik machen?
Motorrad fahren, gerne auch weite Strecken. Das hilft mir, den Kopf freizubekommen.

12. Welches Buch, welcher Podcast oder welche Zeitung hat Sie zuletzt besonders beeindruckt?
Das Buch „Unerwünschte Wahrheiten – Was Sie über den Klimawandel wissen sollten“ von Prof. Fritz Vahrenholt. Es zeigt, wie wichtig es ist, Energie- und Klimapolitik auf der Grundlage von Fakten und realistischen Kostenbetrachtungen zu betreiben.

13. Worauf sind Sie außerhalb der Politik besonders stolz?
Dass ich mich in meinem Leben nie habe korrumpieren lassen und stets für meinen Standpunkt eingetreten bin.

14. Kaffee oder Tee? Frühaufsteher oder Nachteule?
Kaffee. Und eher Frühaufsteher.

Jan Scharfenort
Foto: privat
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Grafik: KI-generiert
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Wahlkreis 6
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