Landtagswahl 2026: Thomas Staudt (CDU) im Gespräch

Thomas Staudt
Foto: Rayk Weber
Thomas Staudt Foto: Rayk Weber

Landtagswahl 2026 – die Kandidaten im Gespräch
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Für unsere Kandidatenserie haben wir die Bewerberinnen und Bewerber aus unserem Verbreitungsgebiet mit einem einheitlichen Fragenkatalog konfrontiert.
Dabei geht es unter anderem um die politischen Ziele der Kandidatinnen und Kandidaten, wichtige Themen in den Wahlkreisen und ihre Vorstellungen für die kommende Legislaturperiode.

Heute beantwortet Thomas Staudt (CDU) unsere Fragen. Er kandidiert im Wahlkreis 5, Region Genthin.

1. Bitte stellen Sie sich in drei Sätzen vor.
Ich bin Thomas Staudt, 52 Jahre alt, verheiratet, Vater eines Kindes und lebe in Tangermünde. Als Maler- und Lackierermeister und Geschäftsführer eines mittelständischen Handwerksunternehmens kenne ich die Herausforderungen von Unternehmern und Beschäftigten aus eigener Erfahrung. Seit 2021 vertrete ich den Wahlkreis 05 im Landtag von Sachsen-Anhalt und möchte diese Arbeit weiterführen.

2. Warum kandidieren Sie für den Landtag von Sachsen-Anhalt?
Weil ich unsere Heimat nicht nur verwalten, sondern aktiv mitgestalten möchte. In den vergangenen fünf Jahren habe ich erlebt, dass man mit Beharrlichkeit und konkreten Lösungen auch im Landtag etwas für die Menschen vor Ort erreichen kann. Diesen Weg möchte ich fortsetzen – mit klaren Vorstellungen und vor allem mit dem Anspruch: Anpacken statt nur reden.

3. Welches ist aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung für Sachsen-Anhalt in den kommenden fünf Jahren?
Für mich ist es die Frage, wie wir Wirtschaftskraft, Arbeitsplätze und Lebensqualität in unserem Land sichern. Sachsen-Anhalt braucht gute Straßen und Schienen, schnelles Internet, ausreichend Fachkräfte, starke Unternehmen und verlässliche Rahmenbedingungen für Landwirtschaft und Handwerk. Gerade im ländlichen Raum dürfen wir nicht zulassen, dass sich Menschen abgehängt fühlen.

4. Welche drei politischen Projekte möchten Sie als Erstes anpacken?
Erstens möchte ich die Infrastruktur weiter voranbringen – bei Straßen, Radwegen, verlässliche Bahnverbindungen und digitaler Infrastruktur. Zweitens müssen wir Handwerk, Mittelstand und Landwirtschaft stärken und von unnötiger Bürokratie entlasten. Drittens möchte ich mich für starke Kommunen und attraktive Lebensbedingungen im ländlichen Raum einsetzen – dazu gehören Schulen, Feuerwehr, Vereine und gute Mobilität.

5. Was möchten Sie konkret für Ihren Wahlkreis erreichen?
Ich möchte die Entwicklung unseres Wahlkreises weiter voranbringen und dafür sorgen, dass unsere Städte und Gemeinden gute Rahmenbedingungen für die Zukunft haben. Dazu gehören für mich leistungsfähige Straßen und Radwege, eine gute Verkehrsanbindung, eine moderne digitale Infrastruktur und die Unterstützung unserer Unternehmen. Gleichzeitig möchte ich die Stärken unserer Region – von Handwerk und Landwirtschaft über Tourismus und Kultur bis hin zu unseren Vereinen und dem Ehrenamt – weiter fördern.


6. Welches politische Thema liegt Ihnen persönlich besonders am Herzen – und warum?
Das ist für mich die Stärkung des ländlichen Raumes und des Ehrenamtes. Ich bin selbst seit vielen Jahren ehrenamtlich aktiv und weiß, wie viel Menschen in Feuerwehren, Vereinen und Initiativen für unsere Gemeinschaft leisten. Dieses Engagement hält unsere Orte zusammen und verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch konkrete Unterstützung.

7. Worin unterscheiden Sie sich von den anderen Kandidatinnen und Kandidaten?
Ich komme nicht aus einer politischen Karriere, sondern aus dem Handwerk und dem Mittelstand. Ich kenne die Probleme von Unternehmern, Beschäftigten und Familien nicht nur aus Sitzungen oder Statistiken, sondern aus meinem eigenen beruflichen und persönlichen Alltag. Und ich glaube daran, dass Politik vor allem eines sein muss: zuhören, entscheiden und umsetzen.

8. Gibt es eine politische Position Ihrer Partei, die Sie kritisch sehen oder anders gewichten würden?
Natürlich gibt es auch innerhalb einer Partei unterschiedliche Auffassungen – das gehört zu einer lebendigen Demokratie dazu. Mir ist wichtig, dass politische Entscheidungen immer daran gemessen werden, was sie vor Ort bewirken. Ich werde deshalb auch künftig meine eigene Meinung vertreten und Dinge kritisch ansprechen, wenn ich davon überzeugt bin, dass eine andere Lösung für unseren Wahlkreis und unser Land besser ist.

9. Wie möchten Sie mit Menschen umgehen, die Ihre politischen Ansichten nicht teilen?
Mit Respekt und im direkten Gespräch. Demokratie lebt davon, dass Menschen unterschiedliche Meinungen haben. Ich muss niemanden von meiner Meinung überzeugen, aber ich möchte zuhören, Argumente austauschen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Politischer Streit darf hart in der Sache sein – aber er muss respektvoll gegenüber den Menschen bleiben.

10. Vervollständigen Sie den Satz: „Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2031 für mich erfolgreich, wenn …“
… Menschen hier gerne leben, Familien eine gute Perspektive haben, unsere Unternehmen Arbeitsplätze schaffen, unsere Kommunen handlungsfähig sind und man auch im ländlichen Raum gute Bedingungen vorfindet. Kurz gesagt: Wenn wir stolz auf unsere Heimat sein können und gleichzeitig wissen, dass sie eine gute Zukunft vor sich hat.

Persönliche Fragen
11. Was machen Sie, wenn Sie einmal nicht Politik machen?
Dann verbringe ich am liebsten Zeit mit meiner Familie und im Garten. Außerdem gehören mein Beruf und meine ehrenamtlichen Tätigkeiten zu meinem Alltag. Ich brauche den direkten Kontakt zu Menschen und zu meiner Heimat – das ist für mich ein guter Ausgleich zur politischen Arbeit.

12. Welches Buch, welcher Podcast oder welche Zeitung hat Sie zuletzt besonders beeindruckt?
Zuletzt hat mich das Regierungsprogramm der CDU Sachsen-Anhalt besonders beschäftigt. Ich finde es wichtig, nicht nur über Probleme zu sprechen, sondern konkrete Antworten darauf zu geben, wie wir unser Land in den nächsten fünf Jahren voranbringen wollen.

13. Worauf sind Sie außerhalb der Politik besonders stolz?
Auf meine Familie und auf das, was ich mir beruflich aufgebaut habe. Als Handwerksmeister, Geschäftsführer und Vereinsvorsitzender weiß ich, dass Erfolg nicht von heute auf morgen entsteht, sondern durch Arbeit, Verantwortung und Verlässlichkeit. Besonders wichtig ist mir aber auch, dass ich mich über viele Jahre ehrenamtlich einbringen konnte.

14. Kaffee oder Tee? Frühaufsteher oder Nachteule?
Tee. Ganz klar. Und Frühaufsteher. Mein Tag beginnt früh, denn bevor es in die Politik geht, bin ich morgens in meiner Firma. Das gehört für mich dazu – nah an den Menschen und nah an der täglichen Arbeit zu bleiben.

Thomas Staudt
Foto: Rayk Weber
Thomas Staudt Foto: Rayk Weber
Grafik: KI-generiert
Grafik: KI-generiert
Wahlkreis 5
Wahlkreis 5
Dieser Artikel wurde 380-mal aufgerufen.

Kommentare (0)