Tangonacht am 4. September

Das Loblied des Tanzes ist aus der Faszination für den Tanz und die Musik entstanden.
In Form einer Kantate besteht das Libretto aus einem Dialog zwischen Texten aus Friedrich Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ und Paul Valérys „L'âme et la danse“. Diese Auswahl, welche mit Absicht eher poetisch als philosophisch ist, repräsentiert ein Gesang auf die Schönheit des Tanzes und das Menschliche.
Die Kantate besteht aus sechs miteinander verbundenen Bewegungen, beginnend mit der Flamme. Die Solistin repräsentiert die Tänzerin in der Ekstase des Tanzes und die Orgel den Ausdruck des Sakralen. Dann erscheint der Teufel: die Schwere, die alles zu Fall bringt. Durch den Tango wird es ermöglicht, aus der Tiefe emporzusteigen, um den Flug fortzusetzen. Ein kurzer Blick auf die von Friedrich Nietzsche erdachten Schmetterlinge und Seifenblasen geht dem Schlusstanz voraus. Die Tänzerin in Ekstase wird der Schwere unterliegen, um sich dann wieder aufzurichten und eine Ode an die Bewegung zu singen.
Zu Beginn der Tangonacht erklingt noch von Mendelssohn-Bartholdy die Hymne „Hör mein Bitten“ für Solosopran, Chor und Orgel, eine sehr anrührend bewegende Bitte, sich an einen guten Ort zu begeben, eine Hoffnung, die in der heutigen Zeit viele bewegt.
Im zweiten Teil kann man auf dem Nicolaiplatz mit Live-Musik nach Herzenslust tanzen. Bei schlechtem Wetter wird das Tanzen in die Kirche verlegt.
Karten zu 14,50 € (erm. 12,50 €) über www.Reservix.de sowie an der Abendkasse.
Musizieren werden Christina Germolus – Sopran, Christopher Lichtenstein – Orgel, Tangoorchester Fracanapa, Streichorchester Cameratango sowie der Kammerchor der Biederitzer Kantorei, Leitung: KMD Michael Scholl.
Gefördert wird das Vorhaben u. a. von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und vom Kulturamt der Stadt Magdeburg.















